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Zwei Bären werden in den Pyrenäen wieder eingeführt, um die „Art zu schützen“

Bär Pyrenäen

Am 26. März gab der französische Umweltminister Nicolas Hulot in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien bekannt, dass er gerne zwei weibliche Bären wieder in die Pyrenäen einführen würde, um die Art zu erhalten – Eine heiß diskutierte Entscheidung.

 

ours pyrénées atlantiques

 

Bevor er seine Pflichten als Umweltminister wahrnahm, war Nicolas Hulot Vorsitzender der Organisation Fondation pour la Nature et l'Homme (FNH) und forderte schon damals, dass Bären in die Region gelassen werden.

 

Zu dieser Zeit ging sein Vorgänger Ségolène Royal dieser Forderung nicht nach. Aber heute liegt es in seiner Hand, eine Entscheidung über den Erhalt der Art zu treffen.

 

Ich habe beschlossen, zur Offensive überzugehen, weil nur noch zwei Männchen übrig sind. Einer davon ist Cannellito, der Sohn von Cannelle, der der letzte 100%ige pyrenäische Bär war. Ich will nicht der Minister sein, der zum Verschwinden dieser Blutlinie beiträgt.

 

Auch wenn 76% der Franzosen sich für eine Wiedereinführung der zwei Fleischfresser aussprechen, könnte diese Entscheidung zu einer hitzigen Debatte unter den Züchtern führen, die Angst um ihre Schafe haben. Der Umweltminister nahm zu diesem Punkt der Entscheidung Stellung:

 

Ich weiß genau, dass das ein schwieriges Thema ist, aber ich will mit ihnen arbeiten. Die Wissenschaftler sagen, dass die Bevölkerung der Bären dieser Region in großer Gefahr ist. […] Der Bär ist ein wildes Erbe unseres Landes. Worum ich den Präfekt bitte, ist, einen Dialog zu führen, der zu einer stärkeren Zusammenarbeit und einem besseren Schutz der Herden beitragen kann, denn ich verstehe die Ängste. 

 

In anderen Ländern auf der ganzen Welt gehören Bären zu bedrohten Arten, die verschwinden könnten, wenn wir sie nicht durch Maßnahmen wie diese beschützen. Kürzlich ist in Nepal einer der letzten Tanzbären kurz nach seiner Rettung gestorben.

 

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