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VW führte Tierversuche an Affen durch, um Unbedenklichkeit von Abgasen zu beweisen

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Der Dieselskandal nimmt kein Ende. Diesmal stehen Langschwanzmakaken im Vordergrund, an denen 2014 Versuche durchgeführt wurden, um zu beweisen, dass Dieselfahrzeuge keine Gesundheitsschäden hervorrufen. Diese Fakten kamen während des Gerichtsverfahrens gegen VW in den USA zum Vorschein.

 

Der hauptsächliche Verantwortliche für die Tierversuche ist die Firma Volkswagen. Allerdings wurde der Auftrag von der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) erteilt, die von VW, Daimler, BMW und Bosch finanziert wurde. Da die EUGT keine eigenen Versuche durchführte, beauftragte sie das Lovelace Respiratory Research Institute in Albuquerque im amerikanischen Staat New Mexico damit.

 

 

Die Untersuchungen sollten zeigen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die ein Jahr zuvor behauptet hatte, Dieselabgase seien krebserregend, Unrecht hatte.

 

Für den Versuch wurden zehn Langschwanzmakaken in einem luftdichten Raum eingesperrt. In diesen Raum leitete man die Abgase eines VW Beetle, die die Primaten vier Stunden lang einatmen mussten. Zur Beruhigung wurden ihnen Cartoons gezeigt, wie der Wissenschaftler Jake McDonald laut eines Verhörprotokolls berichtete:

 

Sie mochten es, Cartoons zu gucken.

 

Angeblich hätten die Affen keine Schäden davongetragen. In den Augen der SZ wirkt dies jedoch „absonderlich“, da man ein Jahr später feststellte, dass VW seine Abgaswerte fälschte. Wie Zeit Online berichtete, hatte auch der verwendete Beetle eine manipulierte Motorsteuerung.

 

 

Davon abgesehen waren die Wissenschaftler nie in der Lage, eindeutige Ergebnisse zur Unbedenklichkeit der Abgase zu liefern. Der New Yorker berichtete, dass Michael Spallek, der Direktor der Forschungsgruppe, 2016 eine Mail an das Forschungsinstitut sendete, in der stand:

 

Die EUGT ist der Meinung, dass es an der Zeit ist, den Bericht fertigzustellen und die Probleme der Studie zu präsentieren oder auf eine wissenschaftliche Art und Weise so bald wie möglich zu diskutieren.

 

Obwohl die Tierversuche „aus ethischen Bedenken“ nicht in Deutschland ausgeführt wurden, wussten VW, Daimler und BMW darüber Bescheid. Angestellte von VW waren sogar bei der Installation des Prüfstandes dabei, wie Zeit Online berichtete.

 

Mittlerweile entschuldigte sich VW für das Experiment:

 

Wir sind der Überzeugung, dass die damals gewählte wissenschaftliche Methodik falsch war. Es wäre besser gewesen, auf eine solche Untersuchung von vornherein zu verzichten. […] Wir entschuldigen uns für das Fehlverhalten und die Fehleinschätzung Einzelner.

 

Daimler hat Untersuchungen zu dem Fall eingeleitet.

 

Via: Zeit Online

 

 

 

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Aleksandra Pazik