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Über 5000 Tiere wurden in dieser Schlittschuhbahn der Schande eingefroren. Die Welt reagiert empört

Der Freizeitpark Space World in der japanischen Stadt Kitakyūshū war nicht auf diese Welle der Empörung vorbereitet. Letzte Woche kündigten die Leiter des Parks die Eröffnung der neuen Eisbahn "Freezing Post" an. Dazu froren sie über 5000 Meereslebewesen in eine Schlittschuhlaufbahn ein.

 

patinoire-japon-poissons-scandale-9Quelle: Space World

 

Wie in der offiziellen Pressemeldung steht, war das Ziel, den Besuchern das Gefühl zu geben, über das Meer zu gleiten. Fische, Weichtiere und Schalentiere wurden für diesen Zweck sorgfältig positioniert, um Pfeile zu formen, die den Schlittschuhläufern den Weg zeigen sollten.

 

patinoire-japon-poissons-scandale-7Quelle: Space World

 

Doch anstatt der erwarteten Begeisterung sah sich der Park schnell unzähligen empörten Besuchern gegenüber. Am 26. November sprach das japanische Fernsehen zum ersten Mal über die sogenannte "Attraktion" und nannte sie "unmoralisch" und "grausam".

 

patinoire-japon-poissons-scandale-2Quelle: Space World

 

Daraufhin verbreiteten sich die Bilder wie ein Lauffeuer im Internet und riefen weltweit Entrüstung hervor. Nach nur wenigen Stunden wurde die Facebook Seite des Parks von wütenden Nachrichten überflutet.

 

Berichten der CNN zufolge hatte Space World ein Foto von Fischen veröffentlicht, die schon halb eingefroren waren, und dazugeschrieben: "Ich… ertrinke.. ich e..e…rr…ersticke." Dieser Post wurde schnell wieder gelöscht. Darüber hinaus zeigen manche Bilder Blutspuren auf der Eisbahn, dort wo die Menschen mit den Schlittschuhen über die Tiere gefahren waren.

 

patinoire-japon-poissons-scandale-4Quelle: Space World

 

"Diese Fische sind umsonst gestorben", äußerte sich ein Internetnutzer. "Was für eine arme Idee, kein Respekt fürs Leben. Ich hoffe sehr, dass die Japaner diesen Park boykottieren werden."

 

Der Park antwortete schnell auf die Kritiken. Offensichtlich hatten sie nicht mit einer solchen Reaktion gerechnet. Toshimi Takeda, der Leiter von Space World kündigte daher sogar auf CNN die Schließung der Eisbahn an:

 

Wir sind schockiert von diesen Reaktionen, denn die Eisbahn ist seit seiner Öffnung vor zwei Wochen sehr beliebt. Wir haben so viele Besucher wie noch nie zuvor gehabt. Wir entschuldigen uns für diese Idee und werden die Eisbahn heute Abend schließen.

 

patinoire-japon-poissons-scandale-10Quelle: Space World

 

Um sich dennoch zu rechtfertigen, erklärte Takeda, dass die Tiere schon tot gekauft worden seien. Und um die Gemüter zu beruhigen, kündigte er an, dass er sich überlege, eine "angemessene religiöse Zeremonie" für die Tiere zu veranstalten, bevor sie zu Dünger weiterverarbeitet werden.

 

Ein Skandal, der vor allem zeigt, wie sehr das Schicksal der Fische im Tierschutz oft in den Hintergrund rückt. Die Organisation Sea Shepherd kämpft schon seit vielen Jahren für den Schutz der Meere und aller Lebewesen, die darin zu finden sind. Wenn ihr mehr über ihren Einsatz wissen möchtet, könnt ihr euch hier informieren.

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