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Trumps Regierung hat soeben das Einfuhrverbot für Elefantentrophäen aufgehoben

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump geriet unter Kritik nachdem diese verkündet hatte, dass das Importverbot für Elefantentrophäen von getöteten Elefanten aufgehoben ist.

 

Dieses Gesetz, das vom damaligen Präsidenten Barack Obama eingeführt worden war, verbot die Einfuhr von Trophäen (Elfenbein und andere Körperteile der Tiere) von Elefanten, die in Sambia und Zimbabwe getötet worden waren. Die Regierung entschied sich, das Gesetz rückgängig zu machen, da das Jagen dazu beitragen könne, den Fortbestand ihrer Art zu sichern.

 

Quelle: Christophe Morio

 

Bestehende Gesetze, laut denen Elefantentrophäen nur dann eingeführt werden dürfen, wenn das dafür bezahlte Geld an ein Tierschutzprojekt gehen, bleiben unberührt. Ein Sprecher des US Fish and Wildlife Departement sagte gegenüber der Presse:

 

Legale Jagd, die als Sport betrieben wird, kann dem Erhalt bestimmter Arten sogar nutzen, beispielsweise, indem man in den betreffenden Gemeinschaften Anreize schafft, spezielle Tierarten zu erhalten und indem man die Erlöse dann wieder in Tierschutzprojekte investiert. 

 

Obamas Regierung hatte den Import von Trophäen dieser Länder verboten, nachdem Untersuchungen ergeben hatten, dass diese in den betreffenden Ländern nicht dazu dienten,  die Arten zu erhalten. Man weiß nicht, was die US-Regierung dazu brachte, ihre Meinung zu ändern. Das Fish and Wildlife Department gab allerdings an, dass sie Material erhalten hatten, aus dem hervorgeht, dass die Anzahl der Elefanten gestiegen sei.

 

Quelle: Christophe Morio

 

Allerdings ist Zimbabwe bereits seit langer Zeit für Korruption bekannt und zurzeit findet dort ein Militärputsch statt, weshalb die Glaubwürdigkeit dieser Dokumente bezweifelt werden darf.

 

Allein in Zimbabwe ist die Population der Afrikanischen Elefanten (die als "bedroht" eingestuft werden) seit dem Jahr 2001 um 6 % zurück gegangen. In ganz Afrika nahm die Anzahl der Elefanten laut der Organisation Great Elephant Census um 7 % ab. Zwar mag diese Zahl auf den ersten Blick gering erscheinen, doch umgerechnet sind das 30 000 Elefanten jährlich, die Wilderern zum Opfer fallen.

 

Quelle: Getty

 

Tierschützer reagierten verärgert auf diese neue Bewegung. Die Non-Profit-Organisation The Elephant Project twitterte:

 

Dieses Verhalten der Regierung ist äußerst verwerflich. Es werden bereits über 100 Elefanten pro Tag getötet. Das wird nur zu noch mehr Wilderei führen.

 

Die US-amerikanische Humane Society fügte in einem Blog-Post hinzu:

 

Es gibt genügend Beweise dafür, dass die Trophäenjagd in den Gebieten, wo dies legal ist, zunimmt […] Es ist Zeit, dass die Jagd auf diese majestätischen und bedrohten Tiere aufhört. Auch die Vereinigten Staaten sollten diese Verantwortung nicht zurückweisen.

 

Unter dem Hashtag #Notus, der sich schnell auf Twitter verbreitete, haben bereits hunderte von Menschen, darunter Prominente wie EllenDegeneres ihre Meinung zu diesem Thema kund getan.

 

 

Trophäenjagd ist innerhalb der letzten Jahre immer mehr in Verruf geraten, vor Allem da sich die Öffentlichkeit immer bewusster wird, wie sehr diese Tiere leiden müssen. Besonders der Tod des Löwen Cecil, der in den Armen eines amerikanischen Zahnarztes starb, sorgte im Jahr 2015 für Furore.

 

Die Debatte darüber, ob die Trophäenjagd verboten werden sollte ist erbitterte denn je. Befürworter weisen darauf hin, dass das Geld, das damit erzielt wird, bedrohten Tierarten zu gute kommt und somit hilft, diese zu schützen. Jagdgegner hingegen weisen darauf hin, dass dies unter anderem dazu führen kann, dass Tiere einzig und alleine dazu gezüchtet werden, um erschossen und getötet zu werden.

 

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