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Trotz 11 Millionen gesammelter Unterschriften beginnt heute das brutalste Hundemassaker des Jahres

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Wie jedes Jahr hat auch die diesjährige Sonnenwende für alle  Tierliebhaber auf der Welt einen bitteren Beigeschmack. Heute, am 21. Juni, beginnt in China das widerliche Yulin-Festival, bei dem 10000 Hunde und 4000 Katzen massakriert und gegessen werden.

 

yulin-festival-chien-12Quelle: @Sinopix

 

Jeden Tag werden 300 Hunde ermordet

 

Seit dem Jahr 2010 ist das Yulin-Festival ein wahrer Schlachthof unter freiem Himmel. Die Hunde und Katzen werden in winzigen Käfigen unter schlimmen Bedingungen gehalten, bis sie schließlich ermordet werden (laut der Verkäufer sorgt das Adrenalin für eine bessere Qualität des Fleisches).

 

yulin-festival-chien-14Quelle: @Sinopix

 

Vor ihrer Schlachtung müssen die eingesperrten Tiere einen Höllentrip von mehreren hundert Kilometern durchstehen – ohne Wasser und ohne Nahrung.

 

Doch nicht nur die Ermordung selbst macht den Horror der Situation aus: Ebenso schlimm ist die Tatsache, dass der Großteil der für das Festival ermordeten Tiere von ihren Besitzern gestohlen werden. Zahlreiche Augenzeugen berichten, dass die Hunde, die zum Teil noch ihr Halsband tragen, in kleinen Käfigen eingesperrt sind.

 

yulin-festival-chien-9Quelle: @Sinopix

 

Die amerikanische Assoziation Humane Society International (HSI), die jedes Jahr gegen das Yulin-Festival eine Kampagne startet, geht von ungefähr 300 Tötungen pro Tag aus.

 

yulin-festival-chien-2Quelle: @Sinopix

 

11 Millionen Unterschriften, um "Stop" zu sagen

 
Jedes Jahr lehnen sich immer mehr Personen gegen das Festival auf.

 

Im Jahr 2016 war ihre Mobilisierung enorm: Etwa 11 Millionen Tierliebhaber haben Petitionen zahlreicher chinesischer und internationaler Assoziationen unterschrieben, die sich für die Rettung zahlreicher Hunde und Katzen einsetzen und die Menschen für dieses Problem sensibilisieren.

 

yulin-festival-chien-4Quelle: @Sinopix

 

Leider konnte selbst diese hohe Anzahl an Unterschriften das Massaker nicht verhindern. Aber die Dinge ändern sich.

 

China ist bezüglich des Hundefleischkonsums gespalten

 

Aufgrund dieser starken Mobilisierung gegen den Hundefleischkonsum setzen sich die chinesischen Behörden inzwischen stärker mit der Problematik auseinander. Sie sind sich darüber bewusst, dass diese Praxis ein schlechtes Bild auf das Land wirft.

 

Brigitte Auloy, die Beauftragte der Fondation Brigitte Bardot, wurde hierzu von Paris Match befragt:

 

Zwei Millionen Chinesen lehnen sich dagegen auf und 31 Abgeordnete haben der Regierung vorgeschlagen, mit der barbarischen Tradition des Hundefleischkonsums, die unter anderem auf dem Yulin-Festival betrieben wird, endlich zu brechen. Auch der enorme internationale Druck ist durchaus hilfreich, um diesem Massaker endlich ein Ende zu setzen.

 

yulin-festival-chien-11Quelle: @Sinopix

 

Gerade die jüngeren Generationen, die von einer eher westlichen Kultur durchdrungen sind, assoziieren mit Hunden und Katzen in erster Linie Tiere, die dem Menschen ein lieber Begleiter sind. Deshalb ist der Gedanke, diese Tiere zu essen, für sie besonders befremdlich oder gar schockierend.

 

So ist es doch sehr wahrscheinlich, dass dieser Kommerz in den kommenden Dekaden untergehen wird.

 

yulin-festival-chien-3Quelle: @Sinopix

 

Seit 2014 hat sich aufgrund dieses Events ein enormer globaler Protest entwickelt. Deshalb schotten sich selbst die lokalen Behörden von dem Festival ab, indem sie die Schließung umliegender Märkte und Schlachtereien, die das Hundefleisch anbieten, verordnen.

 

Um die Assoziationen dabei zu unterstützen, weiterhin internationalen Druck auszuüben, könnt ihr diese Petition unterschreiben.

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Charlotte Fiedler