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Tiere helfen Menschen mit mentalen Beschwerden, wie die Wissenschaft beweist

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Tierheilkunde und tiergestützte Therapien beweisen immer wieder ihre Wirkung. Und auch wenn die meisten Menschen anerkennen, dass die Gegenwart von Tieren dem Menschen gut tut, wurde nun bewiesen, dass Tiere wirklich therapeutische Eigenschaften haben.

 

Eine Studie der Gesundheitsforscherin Helen Brooks von der Universität in Manchester, die kürzlich in der britischen Zeitschrift BMC Psychiatry veröffentlicht wurde, zeigt deutliche Ergebnisse und unterstreicht, wie gut tiergestützte Therapien für mentale Beschwerden (sowie Schizophrenie, Bipolarität und Autismus) beim Menschen sind.

 

zootherapie-preuve-2Quelle: Vétérinaire comportementaliste

 

Brooks Team befragte 54 Personen, die an mentalen Langzeitbeschwerden litten. 25 von ihnen berichteten, dass ihr Haustier ein unentbehrlicher Teil ihres Lebens sei. Die Forscher gaben den Teilnehmern der Studie ein Diagramm mit drei Kreisen, in dem sie ausfüllen sollten, was ihnen im Leben am wichtigsten war. In den Kreis im Zentrum sollten sie eintragen, was ihnen am meisten bedeutete.

 

60%, also mehr als die Hälfte, schrieben ihr Haustier in die Mitte, sogar vor ihrer Familie und ihren Freunden. Nur 20% der Teilnehmer schrieben ihr Haustier in den zweiten Kreis. Befragungen, die nach dem Ausfüllen des Diagramms durchgeführt wurden, bestätigten diese Statistik.

 

zootherapie-preuve-4Quelle: Doctissimo 

 

Ein Teilnehmer, der zwei Hunde und eine Katze hat, sagte:

 

Wenn ich mich richtig schlecht fühle sind sie einfach genial, weil sie tagelang an meiner Seite bleiben. Sie bleiben, bis ich entscheide, dass ich das Haus wieder verlassen kann.

 

Über die ganze Studie hinweg hörte Helen Brooks ähnliche Berichte. Sie erklärt, dass Menschen, die sich aufgrund ihrer mentalen Beschwerden oft sozial isolieren, ihre Tiere unglaublich wichtig sind:

 

Die Hunde helfen ihnen, Gefühle zu äußern, die sie ihrer Familie oder ihren Freunden nicht zeigen können.

 

Die Teilnehmer berichten ebenfalls von einem Gefühl, nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten zu können. Einem tiefen Abgrund, aus denen sie nur Tiere wieder herausholen können. Es gelingt ihren Vierbeiners, die Gefühle der Isolation zu verscheuchen und sie bleiben liebevoll, ohne sich an den mentalen Beschwerden zu stören. Ein Mann, der an der Studie teilgenommen hat, erklärt:

 

Tiere sehen die Narben auf deinem Unterarm nicht. Sie stellen dir keine Fragen.

 

zootherapie-preuve-3 Quelle: SquareSpace

 

Darüber hinaus helfen Haustiere dabei, eine gewisse Struktur in den Alltag zu bringen und gibt Menschen das Gefühl, dass sie gebraucht werden, wie Helen Brooks erklärt.

 

Die Routine ist eine wichtige Sache für Menschen. Das Tier morgens zu füttern, spazieren zu gehen, alle das gibt ihnen eine Aufgabe im Leben, die sie davor nicht hatten.

 

zootherapie-preuve-1Quelle: Squarespace

 

Die Forscherin möchte die Ergebnisse ihrer Studie bekannt machen und hofft, dass tiergestützte Therapien zu einer anerkannten Therapiemethode werden.

 

Via: Démotivateur

Titelbild: aapkokyalagtahai.com

 

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Léa Marie