Schönes

SIEG. Italien, Irland und Indien verbieten wilde Tiere in Zirkussen

Nach Belgien, Österreich, Kroatien und Dänemark, verbieten jetzt auch Italien, Irland und Indien Tiere in Zirkussen – dabei ist es unerheblich, ob es sich um dabei um domestizierte oder nicht domestizierte Tiere handelt. In 41 Ländern dürfen nun zumindest keine wilden Tiere mehr auftreten.

 

Ab dem ersten Januar 2018 dürfen in irischen Zirkussen also auch keine Haustiere mehr auftreten. Diese Regierungsentscheidung verstärkt noch einmal das Tierschutzgesetz von 2013. Agrarminister Michael Creed erklärt:

 

Hierbei handelt es sich um eine sehr fortschrittliche Entscheidung, die unser Engagement gegenüber den Tieren zeigt. Die Öffentlichkeit steht hinter diesem Gesetz und ich freue mich, es in die Praxis umsetzen zu können.

 

Quelle : Valery Hache

 

Zirkussen, die sich nicht an das neue Gesetz halten, droht eine Geldbuße von bis zu 250 000 € und schlimmstenfalls sogar eine Gefängnisstrafe. Die irische Tierschutzorganisation ISPCA sowie die PETA begrüßen diese Entscheidung. Zurzeit geraten Zirkusse überall auf der Welt immer mehr in die Kritik. Die PETA sagt dazu:

 

Die irische Regierung hat verstanden, worum es geht:  Es findet gerade ein Umdenken statt und die Menschen verstehen, dass es absolut unmoralisch ist, diese intelligenten Wesen einzusperren und auszubeuten. 

 

Vor Irland gab es bereits in Italien ein Auftrittsverbot für Tiere in Zirkussen. Ende Oktober zog der indische Umweltminister nach. Innerhalb eines Jahres müssen die Behörden Angaben dazu machen, was genau mit den Tieren danach passieren soll. Die Zirkusse werden also in Zukunft keinerlei Tiere mehr halten dürfen. Nach einer einjährigen Untersuchung basierend auf einem Expertenbericht, indem die grausamen Zustände in Zirkussen aufgezeigt werden, beziehen die Behörden nun Stellung.

 

Quelle: Dauphin Libre

 

In Frankreich haben sich bisher 62 Gemeinden gegen Tiere in Zirkussen ausgesprochen. Der Bürgermeister der korsischen Stadt Bastia hatte im Oktober 2017 einen Erlass unterschrieben, der wilde Tiere in Zirkussen verbietet. Ein Sprecher der Gemeinde sagte zu dieser Entscheidung:

 

Zirkusse können Tieren nicht die Lebensbedingungen bieten, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. So werden sie beispielsweise in kleine Käfige eingesperrt und ruhig gestellt .Die Stadtverwaltung ist für die öffentliche Ordnung zuständig. Wenn wilde Tiere unter unwürdigen Umständen gehalten und ihre natürlichen Bedürfnisse nicht respektiert werden, dann werden die Tierrechte, die verfassungsrechtlich geschützt sind, nicht eingehalten. 

 

Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem 900 Einwohner der Stadt nach ihrer Meinung zu wilden Tieren in Zirkussen gefragt wurden. Die Ergebnisse sprechen für sich selbst: 89 % der Befragten waren dagegen.

 

Bei den Zirkussen war man mit dieser Entscheidung natürlich alles andere als zufrieden. Bereits Anfang September hatten Zirkusse bereits gegen den Gesetzesvorschlag des französischen Umweltminsters Nicolas Hulot, der sich gegen Tiere in Gefangenschaft aussprach, protestiert. Zirkusdirketorin Solovich Dumas sagte dazu:

 

Die Menschen, die uns verachten, tun so, als wüssten sie alles über Tiere. Das stimmt aber nicht. Wir leben bereits seit unserer Geburt mit ihnen zusammen und wir haben gelernt, sie zu respektieren und sie zu erziehen und das werden wir so auch an unsere Kinder weitergeben.

 

Quelle : PETA

 

Die Tierschutzorganisation PETA hat eine Petition gestartet, in der sie die deutsche Regierung dazu auffordert, ein Verbot von Tieren im Zirkus einzuführen. Wenn ihr sie unterschreiben möchtet, klickt hier.

 

* * *

 

Holidog möchte das Leben Ihres Vierbeiners erleichtern. Ganz egal ob Sie in den Urlaub fahren und einen Tiersitter brauchen(hier testen) oder Ihren Liebling jeden Monat mit einem fantastischen Geschenk verwöhnen wollen (eine kostenlose HappyBox hier bestellen). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

ADVERTISING