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SIEG. Dieses große Land verbietet endlich den Handel mit Elfenbein

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"China wird bis zum Ende des Jahres 2017 den Handel und die Verarbeitung von Elfenbein verbieten", verkündete die chinesische Regierung am 30. Dezember 2016. "Bis es soweit ist, werden die Behörden gegen den illegalen Handel von Elfenbein vorgehen."

 

Das neue Gesetz soll Ende März verabschiedet werden. Zu diesem Zeitpunkt werden "die ersten Händler und Werkstätten ihre Arbeit aufgeben müssen". Bis zum Ende des Jahres sollen die restlichen mit Elfenbein handelnden Geschäfte folgen.

 

china-ivory.-law-3Quelle: Global March for Elephants and Rhinos

 

Die neue Regelung ist ein Sieg für chinesische Tierschützer, die sich für Elefanten einsetzen. Schon seit einiger Zeit machen sie Druck auf die Regierung, um ein Import von Elfenbein endgültig zu verbieten. Seit März letztem Jahres ist es verboten, Elfenbein ins Land einzuführen, das vor 1975 produziert wurde.

 

Und auch wenn Peking den Import von Elfenbein schon seit 1989 verboten hat und Teil der CITES (Konvention des internationalen Handels von gefährdeter Flora und Fauna) ist, wird im Rest von China noch reger Handel mit dem teuren Material betrieben.

 

china-ivory.-law1Quelle: Global March for Elephants and Rhinos

 

Afrikanisches Elfenbein ist im Land besonders beliebt und 1 Kilo kann mehrere tausend Euro einbringen. Der Handel mit Elfenbein kostet jährlich tausenden von Elefanten in Afrika das Leben. Im letzten Jahr wurden mehr als 20.000 Tiere für ihre Stoßzähne erlegt und die großen Säugetiere stehen langsam vor dem Aussterben. Berichten der Naturschutzorganisation WWF zufolge leben heute nur noch 415.000 Elefanten in der Wildnis.

 

Die Organisation begrüßte die Entscheidung Chinas und forderte weitere asiatische Länder wie Japan, Thailand und Vietnam auf, sich anzuschließen. Sie wendeten sich ebenfalls an Hong Kong, eine Region, die nicht dem chinesischen Gesetz untersteht. "Wenn der chinesische Markt schließt, wird der Großteil des Handels wahrscheinlich in Hong Kong stattfinden. Die Wildjäger werden illegales Elfenbein bleichen und behaupten, dass es alles legal ist", erklärte Cheryl Lo, Vorsitzender der Organisation.

 

china-ivory.-law-4Quelle: Global March for Elephants and Rhinos

 

Das neue Gesetz folgt einer Entscheidung der USA, dem zweitgrößten Konsumenten von Elfenbein weltweit nach China. In Nordamerika wurde der Handel mit Elfenbein von afrikanischen Elefanten fast gänzlich verboten.

 

Doch trotzdem wird es noch lange dauern, bis die großen Säugetiere nicht mehr durch Wildjäger gefährdet sind. Wie die Webseite The Dodo berichtet, wird alle 15 Minuten ein Elefant für seine Stoßzähne getötet.

 

china-ivory.law-5Quelle: Stand For Elephants

 

Wenn ihr den Kampf gegen den Elfenbeinhandel gerne unterstützen möchtet, könnt ihr für die Organisation WWF spenden.

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Léa Marie