Schönes

Sie wurde panisch beim Gedanken ans Rausgehen – bis zu dem Tag, an dem sie die perfekte Familie fand

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Als die Tierärzte die schwarze Pitbull-Hündin Roxy fanden, die in den Straßen von Los Angeles herumstreunte, fiel ihnen sofort ihr ängstliches Verhalten auf.

 

roxy-pitbull-peur-8Quelle: @Facebook 

 

Die Hündin verbrachte ihre Zeit zusammengekauert in einer Ecke des Raumes - sie schien völlig verängstigt und senkte ihren Kopf. Die Ärzte mussten ihren ersten Ausgang (oder besser gesagt versuchten Ausgang) erst abwarten, um festzustellen, wie verängstigt Roxy wirklich war.

 

Sobald man ihr eine Leine umlegte, krallte die Hündin sich verzweifelt am Boden fest, um sich bloß nicht bewegen zu müssen. Das Team musste sie also tragen, um sie nach draußen zu bringen. Niemand weiß, woher dieses Trauma kommt, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass sie es draußen in den Straßen hat erleiden müssen.

 

roxy-pitbull-peur-4Quelle: @Facebook 

 

Alles deutet darauf hin, dass Roxy, die sich vor ihrer Rettung hinter einem Busch versteckt hatte, ausgesetzt worden war und seit mehreren Wochen versucht hatte, sich alleine durchzuschlagen.

 

Ihr Leidensweg hätte in der Tat noch sehr viel länger dauern können, wenn man sich die Aspekte genau vor Augen führt: Sie ist ein Pitbull (eine Rasse, die völlig zu Unrecht als "gefährlich" abgestempelt wird), hat schwarzes Fell (Hunde mit dunklem Fell haben es nicht leicht, adoptiert zu werden, weil ihre Charakterzüge u.a. schwerer einzuschätzen sind).

 

Pitbulls werden also am seltensten adoptiert und am häufigsten eingeschläfert; ungefähr 200 Hunde dieser Rasse werden täglich in Los Angeles ausgeschaltet…

 

Doch Roxy hat es geschafft, diesen traurigen Statistiken zu trotzen, und bekam dabei großartige Unterstützung der Nonprofit-Organisation Karma Rescue. Die Mitarbeiter kümmerten sich mit viel Liebe und Hingabe um die Hündin.

 

roxy-pitbull-peur-5Quelle: @Facebook 

 

Bei ihrer Ankunft im Tierheim tat die Hündin sich extrem schwer: Während der ersten Woche in der Tierklinik zitterte Roxy ununterbrochen. Es dauerte 5 Tage, bis sie das erste Mal rausging, und mit Sicherheit hätte sie noch sehr viel länger verängstigt in der Ecke gelegen, wenn sie nicht einem süßen Kätzchen begegnet wäre…

 

Tatsächlich war die Präsenz einer Katze auf der Fensterbank der ausschlaggebende Impuls für Roxy, sich endlich vom Fleck zu bewegen – zum allerersten Mal seit ihrer Ankunft! Und dabei verhielt sie sich keineswegs defensiv; sie war einfach nur neugierig…

 

roxy-pitbull-peur-6Quelle: @Facebook 

 

Das Ärzteteam, welches die Szene beobachtete, erlaubte schließlich die Interaktion zwischen den beiden Tieren, und entdeckte dabei eine wunderbare Besonderheit der Pitbull-Dame: Der Punkt "versteht sich sehr gut mit Katzen" wurde im Profil der Hündin direkt hinzugefügt – in der Hoffnung, dass sich damit ihre Adoptionschancen steigern würden.

 

Und wie durch ein Wunder konnte Roxy damit die Aufmerksamkeit von Sharra und Glenn Platt auf sich ziehen, als diese sich auf der Internet-Seite der Karma Rescue umschauten. Die Familie Platt besitzt drei Katzen und einen Hund, der trotz seiner kleinen Größe einen sehr dominanten Charakter hat. Selbst als Sharra Patt über Roxys ängstlichen Charakter informiert wurde, stand ihre Entscheidung fest: Sie wollte der Hündin eine zweite Chance geben:

 

Bestimmte Probleme hätten mich abschrecken können, aber nicht das Problem der Verängstigung. Ich fühlte tief in mir, dass ich ihr helfen könnte.

 

roxy-pitbull-peur-7Quelle: @Facebook 

 

Das erste Test-Treffen zwischen Roxy und der Familie Platt wurde in einem Park durchgeführt; trotz der Furcht der Hündin verlief alles glatt. Als Sharra feststellte, dass sich die Tiere auch untereinander gut verstehen, segnet sie Roxys Adoption offiziell ab.

 

Wie schon vermutet, musste die Hündin sich bei ihrer Ankunft in der neuen Familie ihren schlimmen Traumata stellen. Sharra erinnert sich:

 

Es war unmöglich, mit ihr Gassi zu gehen. Sie lief zehn Meter und krallte sich völlig verängstigt am Gehsteig fest. Draußen machte ihr alles Angst: Dosen, Autos, Menschen, sogar der Wind. Auch im Haus hatte sie Angst vor bestimmten Gegenständen und Geräuschen.

 

Um Roxy zu heilen, bittet die Familie Pratt einen Hundedresseur um Hilfe. Letzterem gelingt es, Roxy von ihren Traumata zu befreien. Sharra erzählt:

 

Ich glaube, die wichtigste Sache, die er uns gezeigt hat, war es, sie nicht mit Streicheleinheiten zu beruhigen, wenn sie Angst hat. Das hatten wir nämlich stets versucht, aber in Wirklichkeit hat sich dadurch bei ihr die Idee eingepflanzt, dass das Zeigen von Angst eine Belohnung mit sich bringt.

 

Es hat einige Zeit gedauert, aber Roxy hat es geschafft, endlich wieder Vertrauen in sich zu gewinnen und sich immer weiter vom Zuhause weg zu bewegen. Nach etwa fünf Monaten ist Roxys Fortschritt enorm: Sie verbringt den ganzen Tag damit, quietschvergnügt am Strand von Malibu herumzurennen.

 

roxy-pitbull-peur-1Quelle: @Facebook 

 

Auch wenn die Hündin manchmal noch etwas nervös ist, wenn sie neue Gegenden entdeckt, ist ihr Zustand heute nicht mehr vergleichbar mit ihrer Angst im Tierheim – zur großen Freude der Familie Platt.

 

roxy-pitbull-peur-3Quelle: @Facebook 

 

Schaut euch hier ihre großartige Entwicklung an:

 

 

Via: @TheDodo 

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Léa Marie