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Sie wirft ihren Hamster in die Toilette, weil sie ihn nicht mit ins Flugzeug nehmen darf

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Am 21. November 2017 entledigte sich die 21-jährige Belen Aldecosea ihres Hamsters, indem sie ihn mit dem Vorwand, er sei an Bord ihres Flugzeugs nicht erlaubt, in die Toilette warf und herunterspülte. Daraufhin musste die Frau, die behauptete, falsche Anweisungen von der Gesellschaft bekommen zu haben, sich vor Gericht verantworten.

 

 Quelle: Miami Herald

 

Die Studentin, bei der man einige Zeit zuvor einen gutartigen Tumor diagnostiziert hatte, nahm den Zwerghamster Pebbles zu sich, da er als ein „Tier emotionaler Unterstützung“ angesehen wurde. Immer öfter begleiten diese Tiere Personen mit einer nicht sichtbaren Behinderung wie Depressionen oder Angstzuständen.

 

Laut der amerikanischen Tageszeitung Miami Herald kontaktierte die junge Frau Spirit Airlines vor dem Flug mehrmals, um sicher zu gehen, dass sie mit Pebbles reisen konnte. Die Angestellte, mit denen sie sprach, sagten ihr, dass dies möglich sei.

 

Quelle: Miami Herald

 

Trotzdem wurde das Tier, nachdem es bei einer ersten Kontrolle akzeptiert wurde, nicht in das Flugzeug gelassen. Die junge Frau behauptete später, dass ein Angestellter der Fluggesellschaft ihr vorschlug, sich des Hamsters zu entledigen, indem sie ihn in die Toilette warf. Derek Dombrowski, der Sprecher der Airline leugnet diese Anschuldigung.

 

Ich möchte mich deutlich ausdrücken. Zu keinem Moment hat ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin die Möglichkeit genannt, das Tier in die Toilette zu werfen oder es in einer anderen Weise zu verletzen.

 

Nachdem man die Telefonanrufe erneut anhörte, gab die Airline dennoch zu, der jungen Frau falsche Informationen bezüglich des Hamsters gegeben zu haben. Ein Mitarbeiter hatte ihr gesagt, dass es ihr Recht wäre, ihn mit an Bord zu nehmen, was aber in Wirklichkeit gegen die Regeln der Gesellschaft verstößt.

 

Quelle: Joe Raedle – Getty Images 

 

Am Tag des Flugs versuchte die Frau also, einen weiteren Mitarbeiter zu überzeugen, dass sie dazu berechtigt wäre, Pebbles mit an Bord zu nehmen. Leider vergebens. Die Frau erklärte sich schließlich bereit, einen späteren Flug zu nehmen, um die Zeit zu haben, eine sichere Lösung für den Hamster zu finden. Aber da sie keine Freunde vor Ort hatte, musste sie eine schwierige Entscheidung treffen.

 

Belen Aldecosea erklärte, dass sie Stunden damit verbrachte, sich zu entscheiden. Sie kontaktierte sechs Autovermietungen, aber diese waren völlig ausgebucht. Als der Abflug immer näher kam, fragte sie sich, ob es nicht besser wäre, ihn in der NAtur auszusetzen.

 

Aber nachdem sie darüber nachgedacht hatte, beschloss sie, dass es menschlicher wäre, seinem Leben ein schmerzloses Ende zu setzen, bevor er draußen erfror. Sie erzählte später: „Ich hatte keine andere Wahl.“

 

Laut den amerikanischen Transportbehörden ist es Tieren, die der emotionalen Unterstützung dienen – so auch Hamstern – erlaubt, an Bord eines Flugzeugs zu reisen. Trotzdem ist es Sache der Airline ihre eigenen Regeln diesbezüglich festzusetzen.

 

 

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Emilie Blanc