News Tierschutz

Sie tut alles, um dieses angefahrene Tier zu retten und gibt ein bewegendes Zeugnis

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Anfang Februar rettete die Französin Valérie aus Eure-et-Loire auf dem Weg zur Schule ihrer Tochter einen kleinen Frischling, der am Rande der Straße verunglückt war.

 

vendredi-sanglier-sauvetage-4Quelle: A.G.

 

Die Entdeckung erschütterte sie und sie entschied sich, auf Facebook etwas gegen die allgemeine Auffassung, dass Wildschweine "Schädlinge" seien, zu tun. Sie teilte die Geschichte ihrer Begegnung mit dem hilflosen Frischling:

 

 

Heute Morgen stand ich plötzlich in meinem Schlafanzug mitten auf der Straße und versuchte, dem Verkehr aus dem Weg zu gehen, um einen Frischlung zu retten, der von einem Auto angefahren worden war.

 

Als ich mich umsah, entdeckte ich seine erschrockenen Geschwister am Straßenrand. Kein Muttertier. Daraufhin sah ich zu, wie sie die Flucht ergriffen und davonstoben. Kein Muttertier. Sie hätte ihnen gesagt, dass man die Straße nicht überqueren sollte. Sie hätte ihre Kleinen geleitet. Doch in diesem Augenblick war ich es, die auf dieser kalten und steinharten Straße stand und mit den Scheinwerfern meines Autos versuchte, auf den Frischling aufmerksam zu machen, damit man ihn nicht überfuhr. Als ich mich zu ihm beugte, spritzte mir ein Blutregen aus seinem Mund entgegen. Ohne Zweifel eine innere Blutung oder eine Gehirnerschütterung. Aber er wollte trotzdem noch aufstehen, um zu fliehen.

 

Ich wartete, bis der Verkehr weniger wurde, um ihn hochzuheben und in meine Jacke einzuwickeln. Die Autos wichen uns gerade so aus. Sie schämten sich für mich. Alle hatten es eilig.

 

Ich hatte es ebenfalls eilig. Ich musste meine Tochter zur Schule bringen. Ich musste Dutzende von flauschigen und gefiederten Findelkindern bei mir zu Hause füttern. Das morgendliche Putzen stand an, damit es im Haus nicht zu dreckig wurde. Immer erst das Wichtigste. Das Wichtige und das Dringende abwägen. Sich schnell entscheiden. Das hieß, heute im Schlafanzug losfahren. Ich musste einfach nur ein paar Minuten fürs Anziehen finden, bevor ich zur Arbeit fuhr.

 

Glücklicherweise hatte ich die Handynummer eines "sturen" Tierarztes, der das Tier nur einschläfern würde, wenn es wirklich nicht mehr zu retten war. Dieser winzige Schädling, der auf der Rückbank wie ein Kind schluchzte. Er blutete immer noch. Ab und zu bewegte er den Kopf, wie ein Welpe, der sich schüttelt. In meiner Jacke hatte er es warm. Meine Kleine streichelte ihn sanft und sprach leise mit ihm. Ich liebe meine Tochter über alles.

 

Also, die Schule im Schlafanzug anrufen und Bescheid geben, dass meine Tochter heute spät dran sein würde. Krankheit. Keine Zeit, zu erklären, welche. Aber verdiente es das kleine, um sein Leben kämpfende Unfallopfer nicht, erwähnt zu werden? Wie bei Fällen, in denen man von einer höheren Gewalt aufgehalten wird, wie das Rote Kreuz, das auf der Straße den Vortritt hat, wenn es um Leben und Tod geht. Und er roch so gut nach Wald. In meinem Auto duftete es wie ein Blumenstrauß aus dem Wald…

 

Ich leckte mir über die Lippen. Ganz automatisch. Ich schmeckte Blut. Von den Spritzern, die es ausgehustet hatte, als ich mich zu ihm hinuntergebeugt hatte. Der Geschmack unterschied sich nicht von meinem eigenen Blut. Mit diesem Geruch von Wald, Erde, Blättern. Ich dachte: Feen müssen sich so fühlen, um unsichtbar zu werden. Manchmal kommen einem die komischsten Gedanken.

 

Ich musste an einen Freund aus der Kindheit denken, der leidenschaftlich jagt. Ich würde ihn fragen, wie sie ein Muttertier aus der Ferne erkennen können. Und verdammt, ich würde ihn fragen, ob sie überhaupt erkennen, wie sehr sie den Fortschritt des Tierschutzes verlangsamen. Nur, um weiterhin darauf zu bestehen, ihre besondere Liebe zur Natur ausdrücken zu dürfen; die empfindlichen Seelen dieser Lebewesen zu bestreiten. Alle Beweise zu bestreiten, die Wissenschaft zu bestreiten… und ihre Handlungen mit dem Gemeinwohl zu rechtfertigen.

 

Denn heute Morgen, in meinem Schlafanzug war ich genau dort, wo ich sein sollte. Wahrhaftig. Was ich heute Morgen getan hatte, war richtig und gut. Ich hatte die Aufgabe übernommen, für die wir alle verantwortlich sind.

 

Mein Tierarzt wollte auf Schmerzmedikamente verzichten. Erstmal beobachten. Dann am Nachmittag die Einschläferung (zu viele Nerven waren beschädigt worden). Es war ein kleines Weibchen. Die Mutige, die ihre Geschwister geführt hatte. Die zuerst erfasst wurde. Es gab keine Mutter mehr. Nur mich. Mit blutverschmiertem Gesicht, die sich sagte, dass ein Schädling Schäden verursacht. Doch an diesem Morgen war diese Kleine nicht der Schädling. Und sie roch so gut nach Wald. Und ihr Blut hatte den gleichen Geschmack wie meines. Und die Gesetze waren immer noch krank und verblendet. Und heute Abend würde ich meiner Tochter erklären müssen, was das politische Gemeinwohl ist. Sie würde es verstehen. Sie hat es schon verstanden.

 

conseils-secours-animal-sauvage-2Quelle: AnimalSdb

 

Wenn ihr selbst einmal ein verletztes Tier auf der Straße findet, bringt es zu einem Tierarzt. Tierärzte haben die moralische Verpflichtung, einem Tier zu helfen, ganz egal welcher Art.

 

 

conseils-secours-animal-sauvage-4Quelle: SussexWildlife

 

Auf change.org wurde eine Petition gestartet, um eine Änderung des deutschen Jagdschutzgesetzes herbeizuführen. Klickt hier, wenn ihr sie unterschreiben möchtet.

 

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Carina