News

Sie nahm mehrere Hunde auf, um sie dann wieder auszusetzen

ADVERTISING

Am 12. Januar fand im Strafgericht von Carcassonne die Anhörung von Nathalie statt. Der 33-jährigen Frau wurde vorgeworfen, drei Hunde ausgesetzt zu haben, nachdem sie sie adoptiert hatte. Die Angeklagte selbst erschien nicht zur Anhörung.

 

Ein Labrador, angebunden an einen Pfosten (Beispielbild). Quelle: Chicken Smoothie

 

Die Zeitung 20 Minutes berichtet, dass die Frau, die ebenfalls mehrere Hunde, Katzen und Wellensittiche zu Hause hat, wegen „mutwilligem Aussetzen eines Haustieres“ angeklagt war. Sie band drei Hunde an einen Pfosten und ließ sie alleine zurück. Das Ganze spielte sich zwischen dem 5. Dezember 2014 und dem 19. Juni 2016 ab.

 

In dieser Zeitspanne adoptierte Nathalie Hunde, die sie auf Internetseiten fand, und setzte sie anschließend aus, weil sie nicht für sie sorgen konnte.

 

Die Tageszeitung l'Indépendant berichtet:

Während ihrer Zeit in Gewahrsam bekannte die Angeklagte sich der Vergehen für schuldig und erklärte, dass sie sich nicht davon abhalten konnte, Tiere zu haben. Sie findet diese oft auf der Seite „Leboncoin“. Wenn sie nicht für die Tiere sorgen kann, bindet sie sie an einen Pfosten und hofft, dass eine andere Person sich besser um die Vierbeiner kümmern wird… 

 

Der Tierschutzverein, der von den freiwilligen Mitarbeitern der Organisation Les vagabonds du Lauragais alarmiert wurde, reichte umgehend eine Beschwerde als Nebenkläger ein.

 

Die Anwältin der Organisation erklärt:

 

Ich verstehe, dass sie ihre emotionale Leere auffüllen wollte, indem sie die Tiere aufnahm. Aber es ist sehr feige, ein Tier auszusetzen. Hinzu kommt, dass sie die Hunde an einen Pfosten gebunden und zum Sterben zurückgelassen hat… Ich verlange eine Entschädigung von 2.000 €. 

 

Diese Taten, die aus einem „Trieb“ heraus begangen wurden, wurden vom Gericht anerkannt und die Frau für „schuldig“ befunden.

 

Das Urteil lautet: Nathalie muss 600 € Strafe sowie 200 € Entschädigung an den Tierschutzverein zahlen. In den nächsten fünf Jahren darf sie zudem keine Tiere mehr halten.

 

 

In Deutschland greift in ähnlichen Fällen das Tierschutzgesetz. Mutwillige Tierquäler können demnach zu bis zu drei Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen verurteilt werden. Allerdings sind solche Urteile in der Realität leider selten.

 

Auf Avaaz.org wurde eine Petition gestartet, die härtere Strafen für Tierquäler verlangt und sich an den deutschen Justizminister richtet.

 

Wenn ihr sie unterschreiben möchtet, klickt hier.

* * *

 

Holidog möchte das Leben Ihres Vierbeiners erleichtern. Ganz egal ob Sie in den Urlaub fahren und einen Tiersitter brauchen (hier testen) oder Ihren Liebling jeden Monat mit einem fantastischen Geschenk verwöhnen wollen (Ihr Hund wird begeistert sein!). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

ADVERTISING

About the author

Emilie Blanc