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Seit Jahren ist sie in einem Einkaufszentrum eingesperrt, um die Kunden zu unterhalten

Bua Noi bedeutet "Kleiner Lotus" auf Thai und ist ebenfalls der Name eines 30-jährigen Gorilla Weibchens, das seit Jahren in einem Einkaufszentrum in Bangkok eingesperrt ist, um die Kunden zu unterhalten.

 

 

Wie die Webseite The Dodo berichtet, ist das Weibchen nicht das einzige Tier, das derartige Qualen erleidet. Der Pata Zoo, den man nur mit einem Aufzug erreichen kann, hält auch Orang-Utans, Schimpanzen, Leoparden und Reptilien sowie Vögel.  

 

Im Jahre 2015 hatten die thailändischen Behörden endlich entschieden, einzuschreiten. Seit Jahren hatten Tierschützer die Schließung des Zoos gefordert. Berichten zufolge seien die Tiere angeblich alle "gerettet" worden, doch jetzt scheinen Bilder das Gegenteil zu beweisen. Bua Noi saß im November 2016 immer noch in ihrem Käfig in dem Einkaufszentrum.

 

 

In Thailand gibt es kaum Tierschutzgesetze. Das macht es besonders schwierig, Fälle wie diesen einzuschätzen.   bua-noi-gorille-zoo-thailande-1Quelle: Change.org    Die Tierschutzorganisation Save Gorilla Little Lotus hat allerdings entschieden, alles zu tun, um Bua Noi endlich zu befreien. Jodie Broad und Sinjira Apaitan, beide freiwillige Mitarbeiterinnen der Organisation, trafen sich sogar im Mai 2016 mit thailändischen Abgeordneten. Doch ohne Ergebnis. Sie berichten:        

Es gab Diskussionen, zum Beispiel wann sie befreit werden würde, dass sie die Lizenz des Zoos nicht verlängern würden. Doch sie haben sie verlängert und der Pata Zoo ist weiter geöffnet.

 

 

Die Zustände, in denen das Gorilla Weibchen leben muss, schadet ihrer psychischen Gesundheit. Gorillas besitzen sehr komplexe soziale Strukturen, was unter anderem ein Grund für ihre Intelligenz ist. In der Natur leben sie in großen Gruppen, doch Bua Noi lebt seit Jahren allein, hat kaum Platz und muss sich langweilen.

 

 

Der Zoodirektor Kanit Sermsirimongkhon versteht nicht, warum sein Zoo in die Kritik geraten ist. Er habe den Zoo eröffnet, weil er Tiere liebe. Diese leben allerdings in untragbaren Zuständen, wie die Tierschützerin Giselle Coreira letztes Jahr aufgedeckt hat.  

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Am 23. November 2016 wurde eine Petition gestartet, um Bua Noi endlich zu befreien. Wenn ihr ebenfalls zu ihrer Rettung beitragen möchtet, könnt ihr dies hier tun.

 

Via: The Dodo

 

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