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Schwer verletzt wurde es in einen Mülleimer geworfen. Jetzt reichen Tierschützer Klage ein

Anfang Dezember wurde ein Schwein, das unter furchtbaren Schmerzen litt, von einem Passanten in einem Mülleimer eines Zuchtbetriebes in der französischen Region Loire-Atlantique gefunden. Das Tier war noch am Leben und wimmerte leise.

 

cochon-poubelle-elevage-2Quelle: Youtube/L214

 

Der Passant wurde durch Schreie aus den Verwertungsbehältern des Betriebs auf das Tier aufmerksam gemacht und rief sofort die Tierschutzorganisation Urgence Maltraitance Animale an, die daraufhin am 3. Dezember einen Tierarzt losschickten. Er untersuchte das Schwein und in seinem Bericht kann man unter anderem lesen, dass es "unterkühlt war, Blutergüsse und innere Blutungen hatte". Darüber hinaus würde es "an neuroligischen Langzeitschäden leiden". Der Tierarzt musste das Tier einschläfern, um es von seinen Qualen zu befreien.

 

Der Leiter des Zuchtbetriebs hält 850 Schweine und trägt das Gütesiegel Bleu-Blanc-Coeur. Er versicherte, dass sich das Schwein an einem Rohr verletzt hatte und da man es für tot gehalten hatte, auf den Müll geworfen wurde.

 

cochon-poubelle-elevage-4Quelle: Youtube/L214

 

In einer Pressemeldung von 28. Dezember kündigten die französischen Tierschutzorganisationen Urgence Maltraitance Animale und L214 an, Klage gegen den Zuchtbetrieb einzureichen.

 

L214 veröffentlichte zudem ein Video des leidenden Schweins, um die Öffentlichkeit auf die Zustände aufmerksam zu machen, in denen Schweine in Zuchtbetrieben gehalten werden. Sie erinnert die Menschen daran, dass 20% aller Schweine nicht einmal das Alter erreichen, in dem sie geschlachtet werden sollen. Ein Beweis dafür, wie schlecht es den Tieren geht.

 

cochon-poubelle-elevage-3Quelle: Youtube/L214

 

Wie auch dieses Schwein werden Milliarden Tiere nur wie Waren behandelt und leiden jährlich in Schlachthöfen und Zuchtbetrieben furchtbare Qualen. Die Tierschutzorganisationen riefen daher dazu auf, sich nach Alternativen zu Fleisch umzusehen. Vegetarisch zu leben bedeutet, dass man sich gegen die Gewalt in Schlachthöfen, Tiertransporten und der gesamten Fleischindustrie stellt.

 

Wenn ihr mehr über Alternativen zu Fleisch erfahren möchtet, klickt hier.

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