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Schottische Kälber laufen Gefahr, in grausamen Bedingungen getötet zu werden – Organisationen sind besorgt

schottische Kälber Export
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Die Organisation Compassion in World Farming (CiWF) macht sich Sorgen um das Schicksal kleiner schottischer Kälber in Spanien, wie die Seite The Express berichtete.

 

Die Tiere werden zu den Iberischen Halbinseln gebracht, um dort gemästet zu werden. Anschließend werden sie in die Maghreb-Staaten und den Nahen und Mittleren Osten geschickt, also Länder wie Algerien, Libyen oder den Libanon. Da die verantwortlichen Firmen nicht den europäischen Standards entsprechen müssen, werden die Kälber unter unmenschlichen und grausamen Bedingungen transportiert und laufen Gefahr, unter schrecklichen Schmerzen geschlachtet zu werden.

 

Quelle: Getty

 

Laut der schottischen Regierung wurden im letzten Jahr 5199 Kälber, die nicht entwöhnt wurden, nach Spanien geschickt. Die Reise dauerte 135 Stunden. Die britischen Behörden möchten von nun an diese Art des Vorgehens regulieren und der Sekretär für Umwelt Michael Gove zieht sogar ein Exportverbot lebender Tiere in Betracht.

 

Die Scottish National Party (SNP) äußerte sich bereits gegen diese Maßnahme, da sie glaubt, sie würde die Wirtschaft der schottischen Bauern gefährden.

 

Quelle: YouTube

 

Nick Palmer, ein Mitglied des Organisation CiWF, erklärte:

 

Der Transport lebender Tiere macht nur einen ganz kleinen Teil der schottischen Landwirtschaft aus. Wir sind entsetzt, dass der Minister von Holyrood [Ort, an dem sich das schottische Parlament befindet] sich sträubt, Stellung zu beziehen.

 

Er erinnerte daran, dass Schottland den Ruf eines Landes hat, das sich um das Wohlbefinden von Tieren sorgt. Er fürchtet, dass eine solche Einstellung diesem Bild schade.

 

Der Markt des Transports lebender Tiere beläuft sich auf 50 Millionen Pfund, also etwas mehr als 57 Millionen Euro. Dieser Betrag ist nicht unerheblich, auch wenn die Mehrheit der Exporte innerhalb Englands bzw. nach Frankreich oder Belgien erfolgt.

 

Quelle: Tierschutzbund Zürich

 

CiWF erklärte, dass sie nicht gegen den Tiertransport innerhalb Großbritanniens seien. Der Transport der Tiere über die Grenzen hinaus ist für Nick Palmer jedoch „inakzeptabel“:

 

Unsere Meinung ist, dass dieses grausame Verfahren unnötig und überflüssig ist. Es gibt keine wirtschaftlichen Argumente, um es zu rechtfertigen. 

 

Die schottische Regierung bekräftigte ihrerseits, dass der Tiertransport in Richtung Kontinentaleuropa zurzeit nicht existiere. Sie versicherte zudem, dass der Transport innerhalb des englischen Marktes streng begrenzt sei und den Normen und Regulationen der Europäischen Union entspreche.

 

Via: The Express

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Andrea A.