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Rettet die Englische Bulldogge – Warum ihr zweimal darüber nachdenken solltet, eine kurzköpfige Rasse zu kaufen

englische Bulldogge Gesundheit

Die Englische Bulldogge wurde ursprünglich gezüchtet, um Bullen zu bekämpfen. Diese Hunderasse war in England lange sehr beliebt und wird sogar als Nationalrasse angesehen. In den letzten 15 Jahren stieg die Anzahl dieser Hunde im Land sogar um das Vierfache!

 

Die Rasse ist vor allem für ihr ungewöhnliches Gesicht und ihren gedrungenen Körper bekannt, was sie so unverwechselbar macht. Diese einzigartigen Eigenschaften bedeuten jedoch, dass die Englische Bulldogge wegen jahrelanger Züchtung an Schmerzen und Fehlbildungen leidet.

 

Quelle: Dog Breed Selector

 

Vor zwei Jahren wurden Untersuchungen an der Rasse durchgeführt, die schockierende und kontrovers diskutierte Informationen enthüllten. Laut eines Berichts von BBC sagten Wissenschaftler, dass die Rasse aussterben könnte, wenn sie nicht mit anderen Hundearten gekreuzt würde. Diese Kreuzung soll Gesundheitsprobleme vermeiden.

 

Anfang 2018 riefen britische Tierärzte eine Kampagne unter dem Hashtag #breedtobreathe ins Leben. Sie wollten Hundefreunde darauf aufmerksam machen, keine kurzköpfigen Rassen zu kaufen. Bei einer Umfrage kam raus, dass 671 Tierärzte glaubten, 75% der Besitzer seien sich der gesundheitlichen Probleme brachycephaler (kurzköpfiger) Hunde nicht bewusst, bevor sie sie kauften.

 

Die englische Comedian, Schauspielerin und Schriftstellerin Catherine Tate äußerte sich dazu in einem Video von BBC. Dort sprach sie mit dem Besitzer einer Englischen Bulldogge, die mit einer Bulldogge einer anderen Rasse - Old Tyme – gekreuzt worden war. Der Hund Betsy hatte offensichtliche Probleme mit der Atmung, was ihr Besitzer an aufnahmen von zu Hause zeigte. Tate meinte sogar, dass Betsy „wie ein Monster“ klang. Ihr Besitzer traf daraufhin die schwierige aber notwendige Entscheidung, Betsy auf den OP-Tisch zu legen, um das überschüssige Gewebe am Rachen zu entfernen.

 

Screenshot des BBC-Videos, das die OP von Betsy zeigt. Quelle: BBC

 

Tate erzählte weiterhin, dass der Grund, warum so viele Englische Bulldoggen diese Probleme hätten, darin liege, dass „wir es erlauben“. Sie sagte außerdem, dass sie nicht glaube, dass die Leute sich der Situation bisher bewusst genug seien, da die Hunde eindeutig litten.

 

Quelle: Bulldog Area 

 

Ein Tierarzt sagte BBC:

 

Wir müssen von Grund auf die Weise ändern, wie wir Bulldoggen sehen. Es ist eine geliebte, ikonische Rasse, aber in ihrer jetzigen Form ist sie nicht in der Lage zu leben oder zu funktionieren. Sie hat zu viele Probleme. Wir müssen uns dem öffnen, was aus einer Bulldogge werden könnte, wir müssen Extreme ablehnen, wir müssen züchten und dabei hauptsächlich an die Gesundheit denken. Wir dürfen nicht selbstsüchtig sein und das Aussehen vor die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Hundes stellen. 

 

Tate endete mit einer ergreifenden Aussage:

 

Wir als Menschen müssen anfangen, die Hunde an erste Stelle zu setzen. Ich glaube nicht, dass wir das tun. 

 

Via: BBC

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