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Pitbull-Gesetz: Montreal zieht das Verbot für „gefährliche Hunderassen“ zurück

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Kurz vor den Feiertagen verkündigte die Tierschutzorganisation SPCA Montreal eine gute Nachricht: Am 20. Dezember dieses Jahres hob die Stadt Montreal das so genannte "Pitbull-Verbot" auf. Laut dieser Regelung durften die Bewohner der kanadischen Stadt Montreal keine Pitbulls mehr bei sich aufnehmen.

 

Laut dieser Regelung, die im Oktober 2016 eingeführt wurde, waren  American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und American Pitbull Terrier in der gesamten Stadt untersagt.

 

Quelle: 88kncorbett/Instagram

 

 "Eine diskriminierende Maßnahme"

 

Diejenigen, die bereits einen solchen als "gefährlichen" angesehenen Hund besaßen, mussten umgerechnet ungefähr 150 € für eine Lizenz bezahlen, mit der sie nachweisen konnten, dass sie das Recht dazu haben, einen solchen Hund zu besitzen. Außerdem mussten sie nachweisen, dass sie keine Vorstrafen hatten und dass ihr Hund sterilisiert, entwurmt und gechippt war. Des Weiteren musste der Hund beim Gassi gehen immer an der kurzen Leine gehalten werden und einen Maulkorb tragen.

 

Die in Tierheimen lebenden Tiere, die keinem Besitzer zugeordnet werden konnten, wurden eingeschläfert. Es gab keinerlei Hoffnung für sie, denn sie durften nicht vermittelt werden.

 

Quelle: SCPA

 

Denis Coderre, der Bürgermeister von Montreal hatte versucht, diese Entscheidung zu rechtfertigen. Er sagte:"Als Bürgermeister von Montreal ist es meine Verantwortung, die Bürger zu schützen." Für die Tierschutzorganisation SPCA Montreal handelte es sich hierbei allerdings um "eine diskriminierende Maßnahme", mit der "zahlreiche Familien einzig und allein auf Grund ihrer äußerlichen Erscheinung bestraft würden".

 

Angst vor Pitbulls unbegründet

 

Montreal ist nicht die erste Stadt, die ein oder mehrere spezifische Hunderassen verbietet. Diese Art von Regelung ist weit verbreitet und beruht auf der Annahme, dass einige Hunderassen gefährlicher sind als andere.

 

Allerdings gibt es keinerlei wissenschaftlicher Beweise für diese Annahme. Laut mehreren Tierschutzorganisationen wie der Humane Society of the United States oder der American Bar Association hat diese Art von Maßnahme noch in keinem Fall dazu geführt, dass die Anzahl der Angriffe durch Hunde abgenommen hätte.

 

Hin zu einem neuen tierfreundlichen Gesetz

 

Da das Pitbull-Verbot in Montreal abgeschafft wurde, muss die Stadt nun einen neuen Gesetzestext verfassen. Dieser soll Anfang 2018 in Kraft treten und wird in Zusammenarbeit mit Hundeverhaltensforschern, Hundebesitzern und Personen, die keine Haustiere besitzen sowie der Unterstützung der Tierschutzorganisation SPCA stattfinden.

 

Durch dieses Gesetz soll keine Rasse unterdrückt werden – im Gegenteil, es soll dazu dienen, das Wohlergehen der Hunde zu fördern.

 

Wir können es kaum erwarten, zusammen mit den zuständigen Behörden neue effiziente Maßnahmen einzuführen, um so die Bürgerinnen und Bürger besser vor Angriffen durch Hunde zu schützen. Wir freuen uns auch darauf, zusammen mit der Stadt eine neue Regelung zu erarbeiten, mit der wir einerseits das Problem der Überpopulation der Haustiere bekämpfen und andererseits ihr Wohlergehen sicher stellen können. 

 

Ein Sieg für diese viel zu oft zu Unrecht verurteilten Tiere, die nichts weiter benötigen als eine gute Erziehung. Wie bei allen Hunden gibt es auch bei Pitbulls einige klassische Erziehungsfehler, die man vermeiden sollte. Diese "gefährlichen" Hunde sind in Wahrheit sehr lieb.

 

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Victoria Bach