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Pferderennen: Wut und Trauer nach dem Tod von vier Pferden auf einer englischen Pferderennbahn

Ende November geriet die Pferderennbahn im englischen Cheltenham unter Kritik. Auf der Rennbahn, die für die Organisation einer großen Reitveranstaltung im Frühjahr bekannt ist, starben vier Pferde innerhalb von drei Tagen.

 

Quelle: Getty

 

Diese Todesfälle sorgten besonders bei den Jockeys für Empörung. Diese warfen dem Personal der Rennbahn vor, den Boden nicht richtig in Stand gehalten zu haben, was zu zahlreichen Stürzen führte.

 

Mehr als 10 tote Pferde in Cheltenham alleine im Jahr 2017

 

Die vier Pferde waren zwischen vier und neun Jahren alt. Wegen der schweren Folgeschäden, die durch die Stürze verursacht worden waren, mussten die Tiere eingeschläfert werden.

 

Das erste Pferd hatte sich bei einem Hürdenlauf einen Muskel gerissen. Ein anderes hatte sich während eines Geländerennens die Hinterpfote gebrochen, nachdem es im Gelände gestürzt war. Eine Stute stolperte und fiel daraufhin auf den Rücken.

 

Quelle: Getty

 

Unter Berücksichtigung dieser Vorfälle starben im Jahr 2017 in dieser Galopprennbahn elf, im Jahr 2016 zehn Pferde. Laut der Jockeys ist das Problem vor Allem der schlechte Zustand der Rennbahn. Der Jockey Brian Hughes sagte gegenüber des englischen Magazins Independant:

 

Die Mitarbeiter der Rennbahn sollten sich schämen. Sie bewässern die Anlage viel zu sehr. Der Boden befindet sich in einem entsetzlichen Zustand.

 

Die anderen Jockeys, die bereits in Cheltenham geritten waren, bestätigen, dass sich der Boden in einem schlechten Zustand befindet. Dies liege teilweise auch am schlechten Wetter. Stan Sheppard sagt, dass es sich für ihn teilweise so angefühlt habe, als reite er "durch Klebstoff."

 

Die Betreiber der Rennbahn weisen jegliche Schuld von sich

 

Die Organisatoren des Pferderennens geben zwar zu, dass das schlechte Wetter den Zustand der Rennbahn beeinträchtigt hat, doch sie sind der festen Überzeugung, selbst keinerlei Schuld an den Unfällen zu tragen. Simon Claisse, der Organisator des Rennens erklärt:

 

Am Freitag (der erste Tag des Rennens), war der Boden gut. Die Zeiten, die während des Rennens erreicht wurden, bestätigen dies (…) Seitdem haben wir am Boden nichts verändert. Gestern fielen 12 Millimeter Regen und der Boden wurde nass und matschig.

 

Quelle: Getty

 

Doch Dene Stansall von der Non-Government-Organisation Animal Aid, die sich gegen diese Art von Rennen einsetzt, liegt das Problem woanders. Für ihn handelt es sich bei diesen Todesfällen nicht um Unfälle. Daher möchte er, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten. Die Organisation spricht sich dafür aus, die Rennbahn, die sie als als eine Gefahr für die Tiere sieht, schließen zu lassen.

 

Außerdem weisen die Mitarbeiter von Animal Aid darauf hin, dass noch immer jährlich circa 200 Pferde bei Pferderennen sterben und dass ungefähr tausend Pferde pro Jahr auf Schlachthöfen enden, wenn ihre Leistung nachlässt.

 

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