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Olympia-Teilnehmer Gus Kenworthy lässt südkoreanische Hundefleischzucht schließen

US-Ski-Freestyler Gus Kenworthy half dabei, eine Hundefleisch-Zucht in Südkorea zu schließen. Zusammen mit der Organisation Humane Society International (HSI) rettete er die Hunde der Farm vor einem schrecklichen Schicksal.

 

Quelle: Instagram. Gus Kenworthy

 

Das war nicht das erste Mal, dass der Freestyler sich gegen Tierquälerei in Hundefarmen einsetzte. 2014 rettete er bereits fünf streunende Hunde bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Er gewann dieses Jahr vielleicht keine Medaille, aber mit seinem Mitgefühl und seiner Liebenswürdigkeit auf jeden Fall die Herzen von Menschen auf der ganzen Welt.

 

Quelle: Evening Standard

 

Zusammen mit der HSI gelang es Kenworthy einen Farmbetreiber zu überreden, einen der 17.000 Betriebene des Landes zu schließen und so fast 100 Hunde zu befreien. Diese werden in die USA und nach Kanada gebracht, um dort ein neues Zuhause zu finden.

 

Kenworthy entschied sich außerdem dazu, selbst einen zu behalten. Der Welpe Beemo fliegt mit ihm in die USA zurück, sobald er in einigen Wochen alle Impfungen erhalten hat. Er sagte, er könne „es nicht erwarten, [Beemo] das bestmögliche Leben zu geben“.

 

Quelle: Instagram. Gus Kenworthy

 

In einem herzzerreißenden Post auf Instagram schrieb er:

 

In dem Land gibt es 2,5 Millionen Hunde, die wegen ihres Fleisches in unglaublich verstörenden Bedingungen aufgezogen werden. Man sagte, dass die Hunde in dieser bestimmten Farm, in vergleichsweise „guten Bedingungen“ lebten. Die Hunde hier sind unterernährt und körperlich misshandelt. Sie werden in winzigen Ställen mit Drahtböden eingesperrt, der schrecklichen Winterkälte und Sommerhitze ausgesetzt.

 

Der Züchter erzählte der HSI, dass es nie seine Absicht war, die Hunde an einen Schlachter zu verkaufen, aber er einfach keine Wahl hatte, als seine Korea Jindo Dogs nicht aufhörten, sich zu vermehren.

 

Quelle: Evening Standard

 

Mit der Entschädigung, die er von der HSI bekam, möchte er jetzt Pilze und andere Pflanzen züchten.

 

Die Olympischen Spiele gerieten ins Fadenkreuz, nachdem bekannt wurde, dass Hundefleisch immer noch in den meisten südkoreanischen Restaurants serviert wurde, obwohl von der Regierung zuvor ein Verbot verhangen wurden, um negative Presse zu vermeiden. Der Verzehr von Hundefleisch gehört zu einer jahrelangen Tradition des Landes, bleibt aufgrund der Hygiene und der Tierrechte aber dennoch kontrovers.

 

Quelle: Instagram. Gus Kenworthy

 

Während Südkorea im Mai 1991 sein erstes Tierschutzgesetz verabschiedete, verbat es nie das Schlachten von Hunden wegen ihres Fleisches, sondern nur das Töten von Tieren auf brutale Weise.

 

Der Verzehr von Hundefleisch ging in den letzten Jahren durch zurück, da man mittlerweile eine andere Mentalität gegenüber den Tieren entwickelt hat, die mehr und mehr als Haustiere angesehen werden.Trotzdem werden jährlich noch über eine Million Hunde wegen ihres Fleisches getötet.

 

Kenworthy ist nicht der einzige Olympia-Teilnehmer, der sich gegen die Hundefleischzuchten auflehnt. Die Eiskunstläuferin Meagan Duhamel rettete ebenfalls einen Hund aus dem Schlachthof.

 

Wenn auch ihr helfen wollt, die Zucht von Hundefleisch zu beenden, könnt ihr die Petition von Stop Dog Meat unterschreiben.

 

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