News

Obwohl zahlreiche Tierschutzorganisationen ihre Hilfe anboten, wurden diese 163 Äffchen grundlos eingeschläfert

Am 19. Mai dieses Jahres ordnete die Präfektur des französischen Départments Landes die Einschläferung von 163 Affen aus dem Zoo La Pinède des Singes , der im April 2016 insolvent gegangen und seitdem geschlossen war an. Um dies zu vermeiden, hatte Brigitte Bardot's Tierschutzorganisation 30 Millions d'Amis bereits Lösungen angeboten.

 

Quelle : Fondation 30 Millions d'Amis

 

Als Grund hatten die Behörden angegeben, sie fürchteten, dass sich Menschen durch die Affen mit dem Herpesvirus B, das durch Affen übertragen werden kann, infizieren könnten. Die Behörden hatten diese Entscheidung im Alleingang getroffen, ohne den Tierschutzorganisationen Bescheid zu geben oder sich mit ihren Lösungsvorschlägen auseinander zu setzen. Die Entscheidung, die Affen einschläfern zu lassen, steht im Widerspruch zum dem im April angeforderten Hygienebericht, der von dieser Stelle im April 2017 angefordert worden war.

 

Quelle: Fondation 30 Millions d'Amis

 

Die Organisationen bezweifeln den Sinn dieser Entscheidung. Wie die Organisation 30 Millions d'Amis berichtete, sind die Javaaffen tatsächlich Überträger dieser Krankheit. Dass sich ein Mensch allerdings durch einen Biss oder einen Kratzer anstecke, sei sehr selten der Fall. Diese Angaben stimmen mit den Informationen des Hygieneberichts überein. In dem Bericht heißt es sogar, dass es weltweit noch keinen Fall gegeben habe, indem die Krankheit in einem Zoo auf den Menschen übertragen wurde. Normalerweise kommt dies wenn überhaupt, nur in Laboren vor und zwar ausschließlich durch Javaneraffen und nicht durch Rhesusuaffen.

 

Quelle: Fondation 30 Millions d'Amis

 

Diese Feststellungen hinterlassen bei Tierschützern einen bitteren Beigeschmack. Der Tod der Affen erscheint, vor Allem vor diesem Hintergrund mehr als sinnlos. Einige Sanktuarien hatten bereits angeboten, die Affen bei sich aufzunehmen. Nur zwei Affen, Miguel und Junior, konnten gerettet werden. Sie wurden dank der Stiftung 30 Millions d'Amis am 9. Oktober in eine Auffangstation gebracht. Aktuell befinden sie sich noch in Quarantäne, allerdings werden sie in zwei Monaten, wenn die tierärztlichen Untersuchungen abgeschlossen sind, ihr Gehege erkunden können.

 

Reha Hutin, Präsidentin der Organisation 30 Millions d' Amis hält abschließend fest:

 

Die Vorsichtsmaßnahmen, die von den Behörden getroffen wurden, beruhten auf falschen Tatsachen und haben so dazu geführt, dass eine ganze Population regelrecht vernichtet wurde. Es ist traurig, dass die Bemühungen so vieler Tierschutzorganisationen vergeblich waren. Wir wünschen Junior und Miguel ein langes Leben. Die beiden werden uns immer an die Ungerechtigkeit erinnern, die ihren Artgenossen widerfahren ist.

 

Hier konnt ihr euch die Reportage der Organisation ansehen:

 

Via : Fondation 30 Millions d'Amis

 

* * *

 

Holidog möchte das Leben Ihres Vierbeiners erleichtern. Ganz egal ob Sie in den Urlaub fahren und einen Tiersitter brauchen(hier testen) oder Ihren Liebling jeden Monat mit einem fantastischen Geschenk verwöhnen wollen (eine kostenlose HappyBox hier bestellen). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

ADVERTISING