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Neues Gesetz: Tierquäler in Florida müssen mit härteren Strafen rechnen

strengeres Gesetz Tierquäler
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Alles begann einen Tag nachdem die Polizei einen schwarzen Labrador namens Ponce fand. Der Hund lag tot im Hinterhof eines Mannes in Ponce Inlet, Florida. Er war an einem Schädeltrauma gestorben. Der Mann gab zu, das Tier zweimal geschlagen zu haben.

 

Debbie Dariano rief daraufhin eine Petition auf change.org ins Leben, die strengere Gesetze für Tierquäler forderte. All das geschah vor einem Jahr. Bis heute haben fast 87.000 Menschen die Petition unterzeichnet und der Gouverneur von Florida, Rick Scott, unterzeichnete am 5. April das entsprechende Gesetz. Man nannte letzteres „Ponce's Law“.

 

Rick Scott unterzeichnet das Gesetz Ponce's law. Quelle: News Jounral/Jim Tiller

 

Der Gouverneur nutzte an der Seite von Gesetzgebern und anderen Persönlichkeiten die Gelegenheit – nur vier Tage vor seiner erwarteten Bekanntmachung eines Antrags des US-Senats -, den demokratischen Prozess hervorzuheben. Laut The Daytona Beach News Journal Online sagte Scott:

 

In Florida haben wir keine Toleranz gegenüber Tierquälern oder Missbrauch jeglicher Art. Es ist egal, ob es ein andere Mensch oder ein Tier ist. Es ist einfach schrecklich. Diejenigen, die die abscheulichen Taten begehen, müssen zur Verantwortung gezogen werden. [Das neue Gesetz] verschärft die Strafen für Tierquäler und gibt Richtern die Macht sicherzustellen, dass diese Menschen nie wieder Tiere halten dürfen. Zudem gibt es neue Anforderungen an Tierkontroll-Behörden und Tierheime, um diesen zu helfen, Tiere mit ihren Familien zu vereinen. 

 

Darino erfuhr von der Geschichte des neun Monate alten Labradors durch eine Freundin, die sie in einem Beitrag verlinkte. Sie sagte, sie „war so entsetzt, dass [sie] weinte“ und dass „der Hund wirklich schlimme Schläge ertragen musste“.

 

Ponce der neunmonatige Welpe. Quelle: Change.org

 

Sie trat der Facebook-Gruppe Justice for Ponce (dt. Gerechtigkeit für Ponce) bei und beschloss, die bereits erwähnte Petition zu starten. In der ersten Stunde wurde diese schon ca. 3.000 Mal unterschrieben.

 

Das neue Gesetz ändert die Verurteilungs-Richtlinien für Tierquäler und hebt sie von Level 3 auf Level 5. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit dafür steigt, dass ein Schuldiger ins Gefängnis muss.

 

Leider betrifft dieses Gesetz nicht den Besitzer von Ponce. Dessen Fall liegt zurzeit auf Eis. Der Staat legte Berufung gegen die Entscheidung des Richters ein, dass Beweise zurückgehalten werden müssen, weil die Polizei von Ponce Inlet keinen Durchsuchungsbefehl hatte.

 

Trotz des Rückschlags wird das neue Gesetz als Beispiel für Demokratie und als Sieg angesehen. Darino sagte, dass „Tierfreunde in ihrem Entsetzen über den Ponce-Fall vereint“ seien. Sie fügte hinzu:

 

Wir alle wissen, dass sie keine Stimme haben. Wir alle wissen, dass wir für sie sprechen müssen, weil es sonst keiner tut.“

 

Via: The Daytona Beach News Journal Online

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Louise Springham