News Tierschutz

Neue Ermittlungen zeigen die Qualen von Laboraffen im Keller eines Krankenhauses in Paris auf

Die Aufnahmen wurden mit einer versteckten Kamera im Keller eines großen Krankenhauses in Paris gemacht.

 

Am 5. Januar veröffentlichte die Organisation Animal Testing ein Video, das zeigt, wie genau Gehirnforschungen für neurogenerative Krankheiten (z.B. Parkinson oder Alzheimer) betrieben werden. Die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2013 und zeigen, wie unmenschlich Affen im Rahmen dieser Versuche behandelt werden.

 

In dem Krankenhaus in Paris bleiben die Affen ihr ganzes Leben lang in einem 1-Quadratmeter großen Käfig eingesperrt, ohne jemals das Tageslicht zu sehen. Sie werden nur herausgeholt, damit Experimente an ihnen durchgeführt werden können.

 

Um die Affen künstlich mit Parkinson anzustecken, wird ihnen MPTP injiziert, eine Substanz, die ihre neurologischen Fähigkeiten einschränkt bis sie- um es mit den Worten der Forscher zu sagen- "kurz vor dem Tod stehen".

 

singes-cobayes-hopitaux-4Quelle: Youtube /Animal Testing

 

Da die Tiere daraufhin nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu ernähren, müssen sie gefüttert werden. Einer der Affen erblindete (die Forscher wissen immer noch nicht warum) und konnte nicht mehr an den Experimenten teilnehmen. Doch trotzdem wurde er nicht befreit und musste den Rest seines Lebens in dem Metallkäfig verbringen.

 

Doch die Tiere erleben noch Schlimmeres. Ein sogenannter "Klemmstuhl" soll dafür sorgen, den Willen der Affen zu brechen. Sie werden dort eingeklemmt, sodass sie kein Körperteil mehr bewegen können, während sie weder Futter noch Wasser bekommen. Diese Qualen können bis zu einer Woche dauern. Sie enden erst, wenn der Affe seinen Kopf durch den oberen Teil des Stuhls steckt und somit seinen Hals einklemmt.

 

singes-cobayes-hopitaux-2Quelle: Youtube /Animal Testing

 

"In einem dunklen Raum muss das Tier einem Lichtsignal auf einem Bildschirm mit den Augen folgen, um sich einem optischen Test zu unterziehen", erklärte Audrey Jougla, die Gründerin von Animal Testing. "Bei jeder richtigen Reaktion bekommt es ein paar Wassertropfen mit einer Pipette. Die Affen haben kein Wasser in ihren Käfigen, es ist eine Belohnung."

 

Abgesehen von der Art und Weise, wie die Experimente durchgeführt werden, ist es besonders schockierend, wie die Forscher die Affen behandeln. In den Aufnahmen sieht man ein paar Versuchsaffen, die offensichtlich große Schmerzen leiden und sich gegen die Experimente wehren. Man hört daraufhin einen Mitarbeiter, der die Tiere als "Abschaum" und "Teufelsbrut" bezeichnet.

 

singes-cobayes-hopitaux-1Quelle: Youtube /Animal Testing

 

Die Affen, von denen manche schon über 11 Jahre alt sind, werden den Rest ihres Lebens in diesem Keller verbringen. Um gegen diese grausamen Experimente vorzugehen und neue, humanere Methoden auszuarbeiten, fordert die Organisation Animal Testing eine neue Kommission im französischen Parlament. "Forscher und Politiker müssen in der Lage sein, über die Nutzen dieser mehr als nur fragwürdigen Forschungen und die legalen Fragen zu diskutieren", fasste Audrey Jougla zusammen.

 

Hier könnt ihr euch das gesamte Video ansehen:

 

 

 

Doch leider handelt es sich bei der Behandlung der Affen in Paris um keinen Einzelfall. Über 11,5 Millionen Tiere werden jährlich in Europa für Tierversuche benutzt und werden Teil von Experimenten, die ihrer psychischen und körperlichen Gesundheit große Schäden zufügen.

 

Die Tierschutzorganisation PETA setzt sich schon seit vielen Jahren gegen Tierversuche ein und versucht, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären. Wenn ihr euch für das Thema interessiert und ihr zukünftig Produkte vermeiden wollt, bei deren Entwicklung Tierversuche gemacht wurden, könnt ihr euch diese Liste angucken.

 

Verwandte Themen

 

Französische Wohltätigkeitsorganisation beschuldigt, Tierversuche an Hunden zu unterstützen

 

ADVERTISING