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Mann entgeht Haftstrafe, nachdem er seinen Hund aus dem 7. Stock eines Hauses wirft

Hund aus Fenster geworfen
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Die Polizei in Rom wurde im April gerufen, um einen schockierenden Fall von Tierquälerei zu untersuchen.

 

Die Beamten erhielten einen Anruf von Nachbarn, die sich über den Lärm in einer Wohnungen im Süden Roms beschwerten.

 

Als sie die Wohnung betraten, in der ein Paar mit seinem Sohn und zwei Jack Russel Terriern lebte, schien alles normal. Die Polizei nahm also an, dass es sich nur um einen hitzigen Familienstreit gehandelt hatte.

 

Später am gleichen Tag erhielten die Beamten jedoch einen zweiten Anruf mit einer Beschwerde über die gleiche Wohnung.

 

Der Mann, der unter dem Einfluss von Kokain stand, hatte einen der Hunde aus dem Fenster der Wohnung im siebten Stock geworfen. Dieser fiel 20 Meter in die Tiefe und war sofort tot.

 

Während die Polizei versuchte, den Jungen zu trösten, versammelte sich eine Menschenmasse vor dem Haus. Schon bald wurde den Beamten klar, wer für den Tod des Hundes verantwortlich war.

 

Der Mann kam mit seiner Frau in den Hof herunter und begann, die Menschen anzuschreien.

 

Die Situation lief schnell aus dem Ruder, als der Mann begann, erst seine Nachbarn und dann die Polizisten zu beschimpfen, die ihn beruhigen wollten.

 

Er wurde anschließend zusammen mit seine Frau festgenommen. Diese hatte versucht ihn zu verteidigen.

 

Drei Jack Russell Terrier – Quelle: Il Corriere della Sera

 

Dem Mann wurde vorgeworfen, ein Tier getötet und einen Polizeibeamten verletzt zu haben. Er und seine Partnerin mussten 14-20 Tage im Gefängnis verbringen, weil sie sich gewaltsam gegen den Arrest gewährten hatten.

 

Zwei der Nachbarn sollten bei der Gerichtsverhandlung aussagen. Einer davon sah, wie der Mann den Hund über den Balkon warf. Der andere kam an, als der Junge versuchte, den leblosen Körper des Hundes wiederzubeleben.

 

Rinaldo Sidoli von der italienischen Hilfsorganisation Leidaa sagte:

 

Was in Rom passiert ist, war abscheuliche Tierquälerei, welche die gefährliche Art des Mannes widerspiegelt und die Sicherheit seiner Familie infrage stellt. Wir müssen darauf bestehen, dass der Richter sichergeht, dass der Mann von seiner Familie ferngehalten wird. 

 

Die italienische Tierschutzorganisation Ente Nazionale Protezione Animali (ENPA) nahm ebenfalls am Verfahren teil.

 

Laut italienischem Recht kann man für das Töten eines Tieres zu zwei bis vier Monaten Haft und einer Geldstrafe von bis zu 30.000€ verurteilt werden. Dies kann jedoch nur auf Basis einer Beschwerde verlangt werden.

 

Leider zog einer der Nachbarn seine Aussage zurück, während der Angeklagte in Gewahrsam war. Die Anklage wegen Tierquälerei konnte so nicht weitergeführt werden.

 

Der Mann wurden letzen Endes zu einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt, weil er sich dem Arrest widersetzte und einen Polizeibeamten verletzte sowie das Gebäude beschädigte. Der Hund konnte nicht gerecht werden.

 

Quelle: Il Corriere della Sera/ Il Sole24ore

 

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Kasia Ruszkowski