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Man durchstach seine Schnauze mit einem schmutzigen Strick, um Touristen zu bespaßen

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2013 machte die Tierschutzorganisation Wildlife SOS eine furchtbare Entdeckung in einer indischen Stadt nahe Nepal. Goldie, einem fünfjährigen Bären, war ein Strick durch die Nase gesteckt worden. Sein gesundheitlicher Zustand war besorgniserregend und er schien schon kurz vor dem Tod zu stehen.

 

ours-dansant-nez-corde-1Quelle: Wildlife SOS

 

Ihr Besitzer benutzte ihn als "Tanzbären", um Touristen für Geld zu bespaßen. Lis Key, die Pressesprecherin von International Animal Rescue erklärte der Webseite The Dodo:

 

Wenn die Bären noch klein sind, wird ihnen mit einer heißen Nadel ein Loch durch die Nase gestochen. Danach wird ein Strick durchgefädelt. Das Ziel ist, die Kontrolle über das Tier zu bekommen und es "zum tanzen" zu bringen.

 

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Quelle: Wildlife SOS

 

Das Loch in der Schnauze wird nicht medizinisch versorgt und die Wunde wird absichtlich offen gehalten. Die grausamen Schmerzen machen die Tiere gefügsam. Sollte sich ein Bär doch einmal wehren, wird das Loch oft mit Nadeln oder Nägeln wieder aufgerissen. Es wird dafür gesorgt, dass die Wunde nie abheilt.

Seit 2009 sind "Tanzbären" in Indien illegal. Aus diesem Grund konnte Wildlife SOS Goldie sofort retten. Drei weitere Bären, Truffles, Kandi und Oreo wurden ebenfalls befreit.

 

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Quelle: Wildlife SOS

 

Goldie wurde in eine Rettungsstation von International Animal Rescue in Indien gebracht, wo er in Gesellschaft seiner Artgenossen leben darf. Doch zunächst musste der schmerzhafte Strick aus seiner Nase entfernt werden.

 

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Quelle: Wildlife SOS

 

Goldie litt allerdings auch an anderen Gesundheitsproblemen. Seine Zähne und sein Zahnfleisch waren in einem furchtbaren Zustand. Lis Key erklärte:

 

Es sieht so aus, als ob sein Besitzer mehrmals versucht hat, ihm die Zähne zu ziehen. Er hat zerbrochene und entzündete Zahnstümpfe zurückbehalten.

 

Außerdem war Goldie auf beiden Augen blind. Die Tierschützer vermuten, dass dies eine Folge des Stricks mitten in seinem Gesicht, Unterernährung oder Schlägen sein könnte.

 

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Quelle: Wildlife SOS

 

Den Tierärzten gelang es leider nicht, ihm das Augenlicht zurückzugeben, doch seine Zähne wurden behandelt. Goldie konnte wieder normal fressen und schon bald zeigte sich, was für ein liebeswertes Tier er war. Lis Key fuhr fort:

 

Goldie ist ein kleiner Schelm und stiehlt den anderen Bären gerne Futter. Er isst seinen Haferbrei mit Honig sehr gerne und liebt Leckerli mit Kokosnuss und Datteln.

 

Außerdem genießt er es, Löcher zu graben, um Insekten zu finden. Er hat sogar eine Hängematte bekommen und will sich für nichts auf der Welt wieder davon trennen.

 

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Quelle: Wildlife SOS

 

Heute kann Goldie sein altes Leben endlich hinter sich lassen. Er wird nie wieder als Tanzbär für Touristen auftreten müssen.

 

ours-dansant-nez-corde-7Quelle: Wildlife SOS

 

Wenn ihr International Animal Rescue gerne unterstützen würdet, könnt ihr hier klicken.

 

Via : The Dodo

 

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Andrea A.