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Mäuse mit Schere oder Kugelschreiber geköpft: Ermittlungen in belgischem Labor zeigen schockierende Tierversuche

Mäusen wird mit der Schere der Kopf abgeschnitten, sie werden mit Kugelschreibern getötet oder lebendig in Gefriertruhen gesteckt. Das sind nur ein paar der grausamen Entdeckungen, die die belgische Tierschutzorganisation GAIA in einem Labor der renommierten Universität VUB in Brüssel gemacht hat.

 

Vier Monate lang, zwischen März und Juni 2016, zeichnete eine Mitarbeiterin der Organisation auf, wie die Tiere während der wissenschaftlichen Tests behandelt wurden. Das Ergebnis ist ein schockierendes Video, in dem Aufnahmen einer versteckten Kamera zusammengeschnitten wurden und das zeigt, auf welch unmenschliche Weise die Nagetiere gequält werden.

 

gaia-labos-1Quelle: GAIA

 

Missachtung aller ihrer Bedürfnisse, schmerzhafte Manipulationen und Vernachlässigung in allen Bereichen…die Bilanz ist niederschmetternd. In den Aufnahmen wohnt die Mitarbeiterin, die sich als Forscherin ausgab und als Assistentin eingestellt wurde, furchtbaren Szenen bei und kommentiert sie mit verstellter Stimme.

 

gaia-labos-4Quelle: GAIA

 

Die Labormäuse leben zusammengedrängt mit vier oder fünf weiteren Argenossen in winzigen Plastikkäfigen. Die Belastung ist so groß, dass sie beginnen, stressbedingtes Verhalten zu zeigen. Viele rennen pausenlos in Kreisen, während andere nervös in die Luft springen.

 

Einige Tiere verletzten sich selbst und nagen sich die Körper blutig, ohne dass sich um sie gekümmert wird. Oftmals beginnen die Nagetiere auch miteinander zu kämpfen und sich gegenseitig zu töten. Viele Mäuse werden tot aufgefunden, bevor sie überhaupt in den Experimenten benutzt werden können.

 

gaia-labos-3Quelle: GAIA

 

Die Mitarbeiterin von GAIA zeigt im Video ebenfalls einen Käfig, um den sich tagelang nicht gekümmert wurde. Während dieser Zeit wurden darin zwei Würfe Mäuse geboren und mit über 17 Tieren in der gleichen Kiste starben einige an einem Erstickungstod.

 

Doch auch der Tod, den die Mitarbeiter den Tieren nach den Experimenten absichtlich bereiten, ist nicht regelkonform. Wenn eine Maus nicht direkt stirbt, nachdem sie einer Dosis Kohlenstoffdioxid ausgesetzt wurde (das ist die legale Methode), wird sie geköpft. Manchmal mit einer ganz normalen Schere oder einem Kugelschreiber.

 

gaia-labos-2Quelle: GAIA

 

Im Video erklärt eine Technikerin des Labors, dass man die Tiere manchmal auch einfach in Gefriertruhen steckt, bis sie an Unterkühlung sterben. Leider ist diese Methode, die am VUB wohl ganz normal ist, nicht einmal die grausamste.

 

Schließlich sieht man im Video Ferkel, die mit Messern oder Sägen geköpft werden, nur Augenblicke nach ihrer Geburt. Diese Tötungsmethode verstößt gegen die Gesetzgebung.

 

gaia-labos-5Quelle: GAIA

 

Diese Aufnahmen zeigen das "Fehlen von Verantwortung und Mitgefühl" der Forscher und brachten die GAIA dazu, sofort weitere Ermittlungen und ein Verbot von Tierversuchen im Labor der VUB zu verlangen.

 

Die Universität hingegen kündigte an, dass sie das Video sehr ernst nehme, doch gleichzeitig schon alles in ihrer Macht stehende tue, den Tieren Qualen zu ersparen. Sie versprach allerdings, der Sache auf den Grund zu gehen.

 

Ein Versprechen, das Michel Vandenbosch, der Präsident von GAIA, skeptisch sieht:

 

Die routinemäßigen Qualen, die Grausamkeit, die Gleichgültigkeit und die Verwahrlosung, die wir bei VUB gesehen haben, stellen die Behauptungen der Forscher in Frage, die uns weismachen wollen, dass die Labortiere gut behandelt und gepflegt werden und alles vorschriftsmäßig abläuft.

 

 

Die Tierschutzorganisation PETA setzt sich schon seit vielen Jahren gegen Tierversuche ein und versucht, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären. Wenn ihr euch für das Thema interessiert und ihr zukünftig Produkte vermeiden wollt, bei deren Entwicklung Tierversuche gemacht wurden, könnt ihr euch diese Liste angucken.

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