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Kölner Karneval: Pferde werden beim Rosenmontagszug mit einer Flasche beworfen und gehen durch

Auch dieses Jahr kam es wieder zu einem Unglück mit Pferden beim Kölner Karneval. Die Pferde einer Kutsche waren durchgegangen, nachdem man sie wahrscheinlich erschreckt hatte.

 

Der Rosenmontag ist in vielen deutschen Städten ein langersehnter Tag. Die Jecken bereiten sich monatelang vor, bauen ihre Wagen und überlegen sich die verrücktesten Kostüme. Und natürlich gehören zu dem Zug auch Kutschen, die von Pferden gezogen werden. Dass die Feierei den Tieren schadet, scheint niemanden zu stören.

 

Pferd Karneval

 

So kam es auch in diesem Jahr wieder zu einem Vorfall, nachdem 2017 laut über die Sicherheit der Pferde bei einem solchen Zug diskutiert wurde.

 

Die Pferde einer Kutsche gingen in der Nähe des EL-DE-Hauses durch – wahrscheinlich schon zum zweiten Mal an diesem Tag, wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtete. Ob es zwischen den Vorfällen einen Zusammenhang gibt, ist noch unklar, aber die Polizei ermittelt bereits.

 

Zudem ist unbekannt, warum die Pferde sich so verhielten. Augenzeugen berichten jedoch, sie hätten einen Zuschauer gesehen, der eine Flasche nach den Tieren warf. Leider konnte dieser nicht identifiziert werden.

 

 

Karneval_Köln_Pferde_gehen_durchQuelle: Kölner Stadt-Anzeiger

 

Die Tiere erschreckten sich wahrscheinlich vor der Flasche und wurden plötzlich schneller. Ein Beobachter sagte dem Kölner Stadt-Anzeiger:

 

Als sich die Pferdekutsche in Bewegung setzte, dachten wir erst, dass sie aufschließen möchte zum Zug, da eine Lücke entstanden war. Dann wurden die Pferde immer schneller und man merkte: Die gehen durch. […]

 

Er schilderte außerdem, dass die Pferde nach ca. 100 Metern in eine Tribüne rasten, dabei aber nicht gestürzt seien. Der Rosenmontagszug wurde daraufhin für ca. 45 Minuten angehalten. Die Pferde wurden von Tierärzten betreut und aus dem Zug genommen.

 

Perdekutsche rast in TribüneQuelle: Spiegel Online

 

Obwohl dies schon das zweite Jahr mit einem solchen Vorfall ist, möchte der Innenminister von NRW, Herbert Reul die Pferdekutschen unter keinen Umständen aus dem Zug entfernen, wie die Tageszeitung ebenfalls berichtete:

 

Ein Zug ohne Pferde ist Mist. […] Vielleicht ist auch die Musik am Zugweg zu laut.

 

Doch das Thema ist viel komplexer als Reul es darstellt. In einem kurzen Podcast des WDR 5 Morgenechos deutet der Sprecher darauf hin, dass „der Zwischenfall gestern der vorerst letzte einer Längeren Serie“ sei und Pferde einfach nicht in einen Rosenmontagszug gehörten.

 

Die Tierrechtsinitiative Köln veröffentlichte im letzten Jahr ein Video, in dem man deutlich sieht, wie schlecht es den Pferden im Zug geht. Ihr könnt es euch hier anschauen.

 

 

 

Auch die PETA veröffentlichte vor einigen Tagen ein Video mit erschreckenden Bildern. Auf ihrer Seite fordern sie dazu auf, sich an die Bürgermeister der betroffenen Städte zu wenden und sich für ein Verbot von Pferden in Karnevalszügen einzusetzen.

 

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