Perserkatze

Perserkatze

Die Perserkatze wie man sie heute kennt wurde in England geboren. Sie ist das Ergebnis mehrerer Kreuzungen von Rassen aus der Türkei oder auch dem Iran. Sie zeichnet sich durch ihr langhaariges Fell und ihren häuslichen Charakter aus.

 

Herkunft der Perserkatze

 

Es ist schwierig bis zu den Wurzeln der Perserkatze zurückzugehen, da sie sehr zahlreich und verstreut sind. Die Perserkatze ist eine Abzweigung der Türksichen Angora. Diese gab ihr das Gen, das für das lange Haar verantwortlich ist.

 

Ein vermeintlicher Vorfahre der Perserkatze könnte eine Katze aus Chorasan sein, einer Region im Nordosten des Irans. Diese Katze verfügte über langes graues Haar.

 

Es war allerdings der Italiener Pietro della Valle, der Langhaarkatzen nach Italien brachte, die er in Persien fand. Diese Katzen, die nicht in Europa existierten, pflanzten sich zunächst in Italien fort, bevor sie sich weiter verbreiteten.

 

Die Perserkatze wurde von den Frauen der Bourgeoisie sehr geschätzt und war deshalb ein Symbol für Exotismus. Sie wurde zuerst „französische Katze“ genannt, dann „chinesische Katze“, „indische Katze“ und später einfach „Longhair“ wegen ihres Fells.

 

Die ersten Perserkatzen wurden in England geboren. Sie waren das Ergebnis einer Kreuzung aus Angorakatzen und Katzen des europäischen Typs.

 

1871 wurden die ersten Perserkatzen bei den Katzenausstellungen im Crystal Palace in London vorgestellt. Als nächstes wurden zusätzliche Kreuzungen durchgeführt, um die Qualität des Haars zu verbessern, die Katze etwas runder zu machen und das Fell zu verändern.

 

Aussehen

 

Die Perserkatze ist eine sehr rundliche und gedrungene Katze. Sie ist massiv und kräftig, macht aber trotz allem einen sehr sanften Eindruck. Sie ist mittelgroß bis groß und ihr Rücken ist gerade. Ihre Schultern und Hüften haben die gleiche Breite. Der Nacken dieser Katzen ist kurz und massiv, was den Anschein erweckt, sie hätte keinen Hals.

 

Ihre Beine sind kurz, sehr robust und ziemlich gerade. Sie enden in runden und massiven Pfoten.

 

Der Kopf der Perserkatze ist sehr rund und ebenfalls massiv. Der Schädel ist breit und kuppelförmig. Ihr Skelett ist abgerundet und ihre Backen breit und kräftig. Ihre Wangenknochen stechen sehr hervor. Wenn man das Profil betrachtet, formen die Stirn, die Nase und der Kiefer eine vertikale Linie.

 

Die Nase der Perserkatze ist breit und kurz mit einem markanten Stop. Ihre Schnauze ist rund und breit.

 

Die Ohren sind rund, aber am Ansatz ein wenig geöffnet. Sie stehen recht weit auseinander und sind im Einklang mit der rundlichen Form des Kopfes.

 

Die Augen dieser Rasse sind groß, rund und stehen weit auseinander. Ihre Farbe muss zu der des Fells passen und so kräftig wie möglich sein.

 

Das Fell der Perserkatze hat am ganzen Körper langes Haar. Letzteres ist fein und seidig und verfügt nicht über viel Unterfell. Das Fell wird am Hals und zwischen den Vorderbeinen dichter.

 

Eine ausgewachsene Perserkatze ist ca. 30 cm groß und wiegt zwischen 2,5 und 7 Kilo.

 

Perserkatze PreisQuelle: Micetto

 

Fell

 

Die ersten Perserkatzen waren einfarbig und hatten weißes, blaues oder schwarzes Fell. Heute kann es ein- oder mehrfarbig sein, aber auch Cameo, Colourpoint, Schildpatt, Spotted, Ticked oder vom Typ Chinchilla. Normalerweise können nur die Weibchen ein Schildpatt-Muster haben.

 

Charakter

 

Die Perserkatzen oder -kätzchen sind für ihren sanften und ruhigen Charakter bekannt. Sie sind außerdem sehr häuslich und gewöhnen sich schnell an das Leben in einer Wohnung. Dennoch sind sie von Zeit zu Zeit gerne draußen unterwegs, um ihre Jagdinstinkte zu wecken und auf Bäume zu klettern.

 

Wie das Fell der Katze kann auch das Verhalten und die Persönlichkeit sich ändern. Die Perserkatzen mit Colourpoint-Muster sind zum Beispiel dafür bekannt, wegen des siamesischen Gens sehr dynamisch zu sein.

 

Diese Katze ist nicht sehr geschwätzig und ihre Stimme ist sehr sanft.

 

Gesundheit

 

Die Perserkatze braucht eine sehr gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Zudem hat sie eine sehr schwache Gesundheit. Die Krankheiten, die man am häufigsten bei dieser Rasse beobachten konnte, sind: Hornhautsequester (Augenkrankheit, bei der bräunliche Pigmente an der Hornhaut auftauchen), Fibroadenome oder Adenome (gutartige Brusttumore bei den Weibchen), beidseitiger Kryptorchismus (Fehlen von einem oder zwei Hoden), Chediak-Higashi-Syndrom (genetische Krankheit, die zu partiellem Albinismus und wiederholten Hautinfektionen führt), Polyzystische Nierenerkrankung (Erbkrankheit, bei der langsam zunehmend mehr Zysten an den Nieren auftauchen).

 

Die Lebenserwartung der Perserkatze liegt bei ca. 15 Jahren.

 

Pflege

 

Die Perserkatzen oder ihre Babys müssen gründlich und vorsichtig gepflegt werden. Ihr Haar muss täglich gebürstet werden, damit es sich nicht verknotet. Wenn man das Bürsten vernachlässigt, wird die Katze geschoren werden müssen. Es wird empfohlen, drei verschiedene Kämme zu benutzen: einen groben für den Rücken und den Schwanz, einen feinen mit kurzen Borsten für das Gesicht und die empfindlichsten Körperteile, und einen mittleren für den Rest des Körpers.

 

Es ist außerdem wichtig, sie einmal wöchentlich zu baden, um ihr Fell zu waschen. Man sollte dabei ein Shampoo benutzen, dass auf ihren Felltyp abgestimmt ist.

 

Und schließlich solltet ihr daran denken, euch beim Trocknen Mühe zu geben, da ihr so das Volumen des Fells eurer Perserkatze bestimmen könnt.