Wie beruhigt man eine Katze?

Nicht nur Menschen empfinden Stress, auch Katzen und Kätzchen können davon betroffen sein. Eine gestresste Katze hat genau so wie eine kranke oder verletzte die Veranlagung, zu verbergen, wenn es ihr schlecht geht.

 

Um zu wissen, wie man seine Katze oder sein Kätzchen beruhigt, ist es zuallererst wichtig zu wissen, wie man die Anzeichen von Nervosität bei seinem Haustier erkennt.

 

Eine nervöse Katze neigt eher dazu, Infektionskrankheiten zu entwickeln, als eine, die nicht gestresst ist. Darüber hinaus kann chronischer Stress damit enden, dass eure Katze aggressiv wird.

 

Für das Wohlbefinden eurer Katze und auch das eure solltet ihr unbedingt lernen, Stress bei eurer Katze vorzubeugen oder ihn zu behandeln.

 

Woher weiß ich, dass meine Katze gestresst ist?

 

Genau wie bei kranken Katzen ist das wichtigste Anzeichen dafür, dass eure Katze unter Stress leidet, eine Verhaltensänderung. Bei einer geselligen und verspielten Katze ist es also recht einfach festzustellen, dass etwas nicht stimmt.

 

Bei einer normalerweise unabhängigen oder sogar von Natur aus misstrauischen Katze könnte es schwierig sein, den Stress vom normalen Verhalten zu unterscheiden.

 

Hier die neun Anzeichen, die eure Aufmerksamkeit wecken sollten:

 

  • Eure Katze grenzt sich ab, versteckt sich und meidet eure Anwesenheit.
  • Sie meidet ihren Napf oder hat aufgehört, euch nach Futter zu fragen.
  • Sie verbringt mehr Zeit als üblich damit, sich zu waschen. Das ist das Zeichen für ein zwanghaftes Verhalten, das in der Regel an Nervosität gebunden ist.
  • Sie wird regelmäßig krank. Stresshormone lassen bei Katzen den Spiegel der weißen Blutkörperchen sinken und schwächen so ihre Immunabwehr.
  • Sie verbringt mehr Zeit damit zu schlafen. Da Katzen Gewohnheitstiere sind, könnt ihr darauf achten, ob eure Katze zu Zeiten, in denen sie normalerweise aktiv und verspielt ist, schläft.
  • Sie ist nicht mehr stubenrein und verrichtet ihr Geschäft außerhalb des Katzenklos.
  • Sie hat Verstopfungen oder Durchfall.
  • Sie miaut viel. Wenn eure Katze normalerweise „geschwätzig“ ist, geht sicher, ob sie eventuell mehr miaut als gewöhnlich.
  • Sie wird ohne sichtlichen Grund ängstlicher oder aggressiver.

 

Wenn ihr diese Verhaltensänderungen bei eurer Katze oder eurem Kätzchen bemerkt, ist es möglich, dass sie unter Stress leidet. Passt dennoch auf, denn diese Anzeichen können ebenso auf gesundheitliche Probleme hindeuten.

 

Um sicherzugehen, dass eure Katze gestresst und nicht krank ist, ist es wichtig, einen Tierarzt hinzuzuziehen, der mit Sicherheit sagen kann, dass es sich um Nervosität handelt. Dieser kann euch anschließend erklären, wie ihr gereizte oder gestresste Katzen oder Kätzchen beruhigt.

 

Warum ist meine Katze gestresst?

 

Es gibt viele Gründe, die den Stress einer Katze erklären können. Zuallererst kann es eine genetische Veranlagung sein, die man unmöglich vorhersehen kann.

 

Als nächstes kann jede Umwälzung ihres Umfelds eine Katze stressen oder reizen. Auch wenn sie ein eigenwilliges Temperament haben, haben Katzen gerne Bezugspunkte und Gewohnheiten. Eine drastische Änderung in ihrem Alltag kann sie also stark aufwühlen.

 

Ein neues Baby in der Familie, ein neues Tier – vor allem eine neue Katze, mit der sie ihr Territorium teilen muss -, ein Umzug, das Umstellen von Möbeln, Lärm, unbekannte Objekte oder sogar eine kleine Änderung in ihrer Ernährung können ein Kätzchen oder eine Katze nervös machen.

 

Wie beruhigt man eine KatzeQuelle: Your family pets

 

Welche Auswirkungen hat Stress auf meine Katze?

 

Wie bereits erwähnt, ist die Immunabwehr einer gestressten Katze geschwächt. Sie ist also anfälliger für Infektions- sowie Autoimmunkrankheiten und wird öfter krank.

 

Wie bei Menschen kann chronischer Stress auch bei Katzen zu Haut- oder Atemproblemen führen. Aus diesem Grund können nervöse Katzen Asthmaanfälle, Ekzeme oder Schuppenflechten bekommen. Darüberhinaus können sie an Alopezie leiden, das bedeutet, dass sie so starken Haarausfall bekommen, dass die Haare stellenweise nicht schnell genug nachwachsen können.

 

Hinzukommt, dass die Blase eurer Katze von den Auswirkungen ihres Stresszustands betroffen sein könnte. Eine gestresste Katze neigt dazu, öfter und außerhalb des Katzenklos zu urinieren. Das begünstigt das Auftreten von Harnwegsinfektionen wie einer chronischen Blasenentzündung.

 

All diese gesundheitlichen Probleme können den Stress der Katze zusätzlich verstärken. Es ist demnach wichtig, handeln zu können, bevor die Gesundheit darunter leidet.

 

Wie beruhigt man eine unruhige Katze?

 

Es ist nicht selbstverständlich zu wissen, wie man eine Katze oder ein Kätzchen beruhigt, das gestresst ist. Wenn euer Tierarzt bestätigen konnte, das es sich nicht um ein gesundheitliches Problem handelt, ist es an euch, dass er den Grund für den Stress herausfindet.

 

Manchmal ist der Grund dafür eindeutig, z. B. wenn es sich um einen Umzug oder ein neues Tier oder Kind in der Familie handelt. Manchmal kann es jedoch schwieriger sein, dahinter zu kommen. Es kann sich einfach nur um Langeweile oder eine Umstellung des Futters handeln, die der Katze nicht gefällt – auch wenn sie andere Umstellungen zuvor akzeptierte.

 

Wenn der Stressauslöser einmal gefunden ist, könnt ihr Maßnahmen ergreifen, um diesen zu beseitigen. Besser noch wäre eine Behandlung mit der Hilfe eures Tierarztes. Dieser kann in Betracht ziehen, eurer Katze Nahrungsergänzungsmittel zu verabreichen oder beruhigende Pheromone zu versprühen. In schwierigeren Fällen kann man über eine Behandlung mit Medikamenten nachdenken.

 

Um eine gestresste Katze zu beruhigen, ist es wichtig, ihr mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ihr könnt zum Beispiel länger mit ihr spielen, ihr neue Ruheplätze schaffen (Katzenbaum oder hohes Regal) oder ihr Futter erneut anpassen…

 

Versucht vor allem, sie nicht zu bestrafen, wenn sie wegen des Stresses eine Dummheit anstellt. Das würde die Situation nur verschlimmern.

 

Wie beruhigt man eine aggressive Katze?

 

Wenn eure Katze so gestresst ist, dass sie aggressiv wird, solltet ihr einige Dinge beachten. Eine gereizte Katze ist in der Regel eine Katze, die Angst hat und nicht weiß, wie sie reagieren soll.

 

Sie kann anfangen zu spucken, zu kratzen oder zu beißen. Wenn sie aggressiv wirkt, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und ihr die Möglichkeit zu lassen, sich auch zu beruhigen. Entfernt euch am besten von einer gereizten Katze oder verlasst sogar den Raum, in dem sie sich befindet.

 

Seid ihr gerade in der Nähe, wenn sie Anzeichen von Aggressivität zeigt (aufgestellter Schwanz, gesträubte Haare…), vermeidet es, ihr in die Augen zu schauen. Sie würde es als Aggressivität eurerseits aufnehmen. Wendet den Blick ab, als wäre nie etwas gewesen.

 

Versucht nicht, sie in die Falle zu locken, um sie zu fangen oder an einen anderen Ort zu bringen. Sie könnte Angst bekommen und noch aggressiver werden.

 

Um zu vermeiden, dass eine gereizte Katze aggressiv wird, stellt sicher, dass sie sich genug verausgabt, dass sie Plätze hat, um sich zurückzuziehen und schlagt sie auf keinen Fall. Sie würde es nicht verstehen und nur noch aggressiver werden.