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Kälber werden für Autobezüge gequält und mit heißen Eisen markiert. PETA deckt den Skandal auf

Vor einigen Tagen brachte die Tierschutzorganisation PETA die Zustände in der Industrie für die Produktion von Autobezügen ans Licht. Die Ermittlungen wurden in Brasilien bei JSB SA angestellt, einem der größten Hersteller von Lederprodukten. Aufnahmen zeigen, wie Tiere brutal gequält und ohne Betäubung mit weißglühenden Eisen gebrandmarkt werden.

 

peta-cuir-voiture-vache-2Quelle: PETARepórter Brasil

 

Die Bilder sind verstörend. Man sieht Kälber, die mit dem Lasso gewaltsam von ihren Müttern getrennt und gnadenlos auf den Boden gedrückt werden. Denn um sie ihren Besitzern zuzuordnen, markieren die Mitarbeiter der Farmen sie- oftmals mit einer Brandnarbe im Gesicht.

 

peta-cuir-voiture-vache-1Quelle: PETARepórter Brasil

 

Diese Methode ist grausam und wird ohne jegliche Betäubung durchgeführt. So leiden die Tiere an unvorstellbaren Schmerzen. Keine Schmerzmittel zu benutzen verstößt zudem gegen das Gesetz, das von dem brasilianischen Landwirtschaftsministerium durchgesetzt wurde, um für das Wohl von Tieren zu kämpfen.

 

 

In weiteren Aufnahmen sieht man ausgewachsene Rinder, die in einem Gang in Panik verfallen und sich verzweifelt wehren, bevor sie ebenfalls mit einem heißen Eisen gebrandmarkt werden. Auch hier werden die Markierungen ohne Betäubung durchgeführt.

 

Sie werden getreten, es wird ihnen gewaltsam an Ohren und Schwanz gezogen, sie bekommen Elektroschocks- die Ermittlungen von PETA und der brasilianischen Organisation Repórter Brasil zeigen, wie grausam die Mitarbeiter die Tiere behandeln, wenn sie über die Farm geführt werden.

 

peta-cuir-voiture-vache-4Quelle: PETARepórter Brasil

 

Wenn sie drei Jahre alt sind, werden die Kühe zu einem Schlachthof geschickt und müssen von diesem Augenblick an die Qualen von Tiertransporten ertragen. JBS besitzt mehrere Schlachtbetriebe in Brasilien und weltweit. Diese kümmern sich um die Haut der Tiere und den Verkauf des Leders, vor allem an Autohersteller wie Renault, VW oder Toyota.

 

peta-cuir-voiture-vache-3Quelle: PETARepórter Brasil

 

Im Jahre 2015 verkaufte JBS über 10 Millionen Häute. Um ein einziges Auto auszustatten, benötigen Autohersteller in der Regel die Haut von drei Kühen. Unter den Kunden von JBS findet man allerdings auch Kleiderhersteller und Möbelhäuser.

 

Isbelle Goetz, die Pressesprecherin von PETA, erklärt:

 

Jedes Paar Schuhe, jeder Rucksack oder Gürtel aus Leder bedeutet, dass Kühe geschlachtet und von einem heißen Eisen markiert wurden. Dass sie Elektroschocks bekamen, bevor sie auseinander genommen wurden. PETA bittet die Konsumenten, genau zu überlegen, was sie tragen und auf Tierhaut zu verzichten.

 

PETA ruft alle Menschen auf, die von diesen Bildern schockiert sind, JBS eine Nachricht zu schicken und zu verlangen, dass diese Tierquälerei ein Ende nimmt. Wenn ihr euch anschließen möchtet, könnt ihr dies hier tun.

 

Seht euch hier alle Ermittlungen von PETA an. (Warnung: Die Aufnahmen können verstörend sein).

 

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