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Jäger verwechselt Stute mit Wildschwein und erschießt sie auf der Koppel

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Am Samstag, den 20. Januar wurde in einer Stadt in der Nähe von Montpellier eine Stute während einer Treibjagd auf ihrer Koppel erschossen. Der Jäger verwechselte sie mit einem Wildschwein. Die Organisation 30 Millions d'Amis trat neben der Staatsanwaltschaft als Zivilpartei in dem Verfahren auf, um die Anklage der Halter zu unterstützen.

 

Quelle: France Bleu

 

Die 16-jährige Stute Olympe befand sich auf ihrer Koppel, als ein Jäger sie aus 55 Metern Entfernung erschoss, berichtet die Organisation auf ihrer Internetseite [Link auf Französisch]. Die Eigentümer des Pferdes, die sehr „bestürzt“ sind, waren zum Moment der Tat bei Freunden.

 

„Ein großer emotionaler Schaden“

 

Olivier Durand und seine Lebensgefährtin Laëtitia können es immer noch nicht glauben:

 

Der Verlust unserer Stute ist für uns ein großer emotionaler Verlust. […] Wir haben Olympe bekommen, als sie ncoh ganz klein war, so klein, dass wir sie auf unseren Schultern tragen konnten. Wir hatten sie schon 15 Jahre. Ich kann es immer noch nicht begreifen… 

 

Quelle: 30 Millions d'Amis

 

Der Präsident der lokalen Jagdgesellschaft La Diane de l’Hortus bezeichnet den Vorfall als „Versehen“. Die Präsidentin der Stiftung 30 Millions d’Amis, Reha Hutin, ist jedoch anderer Meinung:

 

Ab dem Moment, in dem ein Jäger eine Stute mit einem Wildschwein verwechselt, haben wir Angst vor der Idee, dass er morgen ein Tier mit einem Kind verwechseln könnte. Man muss unbedingt etwas unternehmen, denn wir sind während der Jagdperiode gezwungen, unsere Gebiete mit bewaffneten Männern zu teilen. 

 

Fehlende Regulationen in Hinblick auf Jäger

 

In Frankreich unterliegen Jäger seit 1982 keinem allgemeinen Gesetz, das die Sicherheit der Einwohner während der Jagdperiode sicherstellt. Es liegt in den Händen der Gemeinden, die Regeln festzulegen, die in ihrem Bereich gelten. Im Bezirk Hérault scheint die Politik eher den Jägern zugute zu kommen:

 

„Niemand hat das Recht, ohne Zustimmung des Eigentümers oder einer berechtigten Person, auf dem Land eines anderen zu jagen.“ In der Praxis bedeutet das, es liegt bei jedem selbst, sich gegen die Jagd auf seinem Eigentum auszusprechen. 

 

Olivier Durand behauptet, er habe mehrmals einen solchen Antrag an die Jäger der Region gestellt.

 

France 3 régions berichtete ebenfalls über diesen Vorfall und schreibt, dass die Lebensgefährtin von Durand schon seit Monaten Jägern auf ihrem Land über den weg laufe.

 

Die zwei Grundstücksbesitzer erklärten, dass sie sich während der Jagd nicht mehr sicher fühlten, und erstatteten bei der Polizei von Castelnau-le-Lez Anzeige.

 

30 Millions d'Amis berichtet, dass die Jagdsaison 2017/2018 schon viele Opfer forderte, sowohl menschliche als auch tierische.

 

 

 

 

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Emilie Blanc