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In dieser weltbekannten Kochsendung werden vom Aussterben bedrohte Tiere vor laufender Kamera zerlegt

Am 08. September dieses Jahres wurden die Zuschauer der in El Salvador bekannten sehr bekannten Sendung  Top Chef Zeuge einer Szene, die eine Welle der Empörung nach sich zog.

 

Quelle: Top Chef / Facebook

 

Vor laufender Kamera zerlegten die Teilnehmer  der Sendung Leguane.  Dies war Teil einer Aufgabe, bei der die Teilnehmer sich ein Gericht mit Leguanfleisch als eine der Zutaten ausdenken sollten. Diese Tiere stehen in El Salvador unter Artenschutz.

 

Wie die Courrier International berichtete, wurden auf der Facebook-Seite der Sendung quasi zeitgleich  Fotos dieser "Challenge" hochgeladen, was zu vielen wütenden Kommentaren führte. "Das ist barbarisch und äußerst verwerflich – Tiere werden gequält und das alles nur zu Unterhaltungszwecken!" "Es handelt sich hierbei um eine vom Aussterben bedrohte Rasse – das ist unverzeilich." – nachdem hunderte von Usern solche und ähnliche Kommentare geschrieben hatten, wurden die Bilder schließlich von der Seite entfernt.

 

 

Zur Verteidigung veröffentlichte der Sender am 10. Oktober eine Stellungnahme, indem er angab, dass die Tiere nicht, wie es Gerüchten zufolge hieß, bei lebendigem Leibe zerlegt worden seien, sondern , dass man diese bereits tiefgefroren von Reptilien-Farmen geliefert bekommen habe.

 

Der Sender gab auch an, die Landwirtschaftsministerin El Salvador's habe dieses Vorhaben im Vorfeld abgesegnet. Aus diesem Grund veröffentlichten die Verantwortlichen die Einverständniserklärung, in der gefordert wird, dass die Tiere von einem Züchter stammen.

Quelle: Top Chef / Facebook

 

Allerdings bestreit Landwirtschaftsministerin Lina Pohl, jemals ihr Einverständnis gegeben zu haben. In einem Post, auf ihrer Facebook-Seite sagt sie:

 

[Die Ministerin] hat hierfür niemals ihr Einverständnis gegeben, jedenfalls nicht mit meiner Unterschrift. Selbst wenn diese Tiere aus guter Haltung stammen, ist es eine Katastrophe, dass eine Fernsehsendung genau das fördert, was wir durch unsere Umweltprogramme abschaffen wollen.

 

Quelle: Top Chef / Facebook

 

Um Klarheit darüber zu bekommen, wie genau der Sender zu den Tieren gekommen war, wurde nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

 

In El Salvador ist der Verkauf von Leguanfleisch legal. Es wird auf Märkten und in einigen Teilen des Landes auch in Restaurants angeboten. Allerdings rief der Umweltminister in einer offiziellen Rede dazu auf, die Tiere, die aus den Naturschutzgebieten stammen "nicht zu jagen oder zu essen."

 

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