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Immer mehr europäische Zoos müssen sich mit einer ganz neuen Art der Wilderei auseinander setzen

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Seit mehreren Jahren müssen sich Zoos in Europa mit einer ganz neuen Art von Kriminalität auseinander setzen. Wilderer schrecken nicht mehr davor zurück, die Tiere vor den Augen der Pfleger und des restlichen Personals zu entwenden und danach auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Was noch schlimmer ist, einige von ihnen werden sogar direkt im Zoo getötet. Die Wilderer nehmen dann einige ihrer Körperteile mit. Im Zoo von Thoiry (Frankreich) wurde im März 2017 ein Breitmaulnashorn durch drei Schüsse in sein Horn getötet.

 

Quelle: Zoo de Thoiry

 

In Krefeld wurden im Jahr 2015 mehrere Goldene Löwenäffchen gestohlen. Die Wilderer wollten die Tiere als Haustiere weiterverkaufen. Seit die Affen gestohlen wurden, ist ihr Gehege leer. Letztes  Jahr verschwanden im Apenheul Primate Park in den Niederlanden ebenfalls einige der Tiere. Auf dem Schwarzmarkt bekommt man für ein Pärchen Goldener Löwenäffchen bis zu 25 000 €. Der Verkauf dieser Tiere ist allerdings gemäß dem Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen strengstens verboten.

 

 

Quelle: Wild Republic

 

Die Situation dieser Tiere ist dabei besorgniserregend. Heute gibt es nur noch etwa 3200 von ihnen in der freien Natur. Circa 550 von ihnen leben weltweit in Zoos. Eric Bairrão Ruivo, Direktor des Zoos im französischen Beauval erklärt:

 

Durch die Diebstähle nimmt der Bestand dieser ohnehin schon seltenen Tiere immer weiter ab. 

 

Sie machen also die Bemühungen der Wissenschaftler, die das Fortbestehen ihrer Art sichern wollen, wieder zunichte.

 

Quelle: Marcel Kusch

 

Seit dem Jahr 2011 wurden so bereits fast 400 Tiere aus europäischen Zoos entwendet. Affen sind dabei noch immer das beliebteste Ziel für die Händler, doch auch Reptilien, exotische Vögel und Pinguine fallen ihnen oft zum Opfer. Alle Zootiere besitzen einen Mikrochip, doch trotzdem konnte bisher keines der Tiere gefunden werden. Die Behörden vermuten, dass die gestohlenen Tiere nach Osteuropa, nach Asien oder in den Mittleren Osten exportiert wurden, wo sie wahrscheinlich an reiche Sammler verkauft wurden.

 

Die Zoos und Tierparks der Region werden sich langsam an diese Art von Wilderei anpassen müssen. Sie werden die Art und Weise, wie sie ihre Tiere halten, regelmäßig prüfen müssen. Für Wolfgang Dressen, den Direktor des Krefelder Zoos ist dies alles andere als eine gute Nachricht – hatten die Zoos doch schon seit Jahren versucht, ihre Tiere unter Bedingungen zu halten, die mehr ihrem natürlichen Lebensraum entsprechen – also vorzugsweise nicht im Gehege, sondern draußen. Er sagt abschließend:

 

Diese Art von Kriminalität wirft uns zurück. Wir müssen die Tiere einschließen.

 

Via : National Geographic

 

 

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Andrea A.