Uncategorised

An dieser Bucht sterben regelmäßig hunderte von Schildkröten

Ende Oktober 2017 wurden an der Küste von Salvador in der Bucht von Jiquilisco fast 400 Meeresschildkröten tot aufgefunden. Dies ließ der Umweltminister des Landes über Twitter verlauten. Die Behörden können sich bis jetzt nicht erklären, was zum Massensterben der Schildkröten geführt hat. Unter den toten Tieren befinden sich Lederschildkröten, Suppenschildkröten und Oliv-Bastardschildkröten. Letztere war von diesem Ereignis besonders betroffen.

 

 

Dies ist nicht das erste Mal, dass sich so etwas an der Bucht ereignet Auch im Jahr 2006 sowie im Jahr 2013 starben dort zahlreiche Schildkröten. Doch damals konnten die Behörden den Grund dafür herausfinden: Die so genannte Rote Tide, die durch rote Algen ausgelöst wird, die für Schildkröten giftig sind und somit zum Tode führen können. Auch chemische Produkte wie beispielsweise Pestizide oder Abwasser im Meer, können das Wachstum dieser Algen fördern.

 

Mike Liles, Direktor der Organisation Eastern Pacific Hawksbill Initiative in El Salvador fügt außerdem hinzu, dass im Gebiet Isla Tasajara, ungefähr 50 Kilometer entfernt von der Bucht von Jiquilisco 300 weitere Kadaver entdeckt wurden, doch noch haben die Behörden diese Information nicht bestätigt. Mike Liles vermutet, dass die Rote Tide auch dieses Mal für das Massensterben verantwortlich ist. Doch solange die Ergebnisse der Analysen noch nicht veröffentlicht wurden, ist es schwierig, genaue Angaben zu machen.

 

Quelle: Marn El Salvador

 

Obgleich früher zahlreiche Schildkröten wegen der Krabbenfischerei starben, so scheint das hier nicht der Fall zu sein. Tatsächlich gilt in El Salvador seit dem 17. Oktober 2017 ein einmonatiges Fangverbot für Krabben, damit sich der Bestand regenerieren kann.

 

Quelle:  The Telegraph

 

Zwar ist das Massensterben der Schildkröten besorgniserregend, doch Mike Liles ist optimistisch. Die Oliv-Bastardschildkröte, die am stärksten betroffen war, wurde kürzlich von der Internationalen Naturschutz-Union (IUCN) neu eingestuft. Sie gilt jetzt nicht mehr als "stark gefährdet", sondern "nur noch" als "gefährdet".

 

Doch da noch immer regelmäßig chemische Produkte ins Wasser geleitet werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Roten Tiden in Zukunft immer giftiger werden und man an der Bucht immer wieder Tierkadaver finden wird. Alexander Gaos, Ökologe und Doktorant an der Universität in San Diego (Kalifornien, USA) hofft darauf, Programme zur Arterhaltung einführen und somit die an dieser Bucht lebenden Schildkröten schützen zu können.

 

Quelle: AFP

 

Via : The National Geographic

 

* * *

 

Holidog möchte das Leben Ihres Vierbeiners erleichtern. Ganz egal ob Sie in den Urlaub fahren und einen Tiersitter brauchen(hier testen) oder Ihren Liebling jeden Monat mit einem fantastischen Geschenk verwöhnen wollen (eine kostenlose HappyBox hier bestellen). Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen!

ADVERTISING