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Hundefleischzucht in Südkorea durch Tierschutzorganisation geschlossen

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Am 28. November 2017 veranlasste die Humane Society International die Schließung eines Zuchtbetriebs für Hundefleisch in Namyangju, Südkorea.

 

Die amerikanische Tierschutzorganisation führte eine Rettungsaktion im Zuchtbetrieb des 56-jährigen Südkoreaners Kim Young-Hwan durch. Dieser stimmte der Schließung zu. Im Gegenzug erhielt er eine beachtliche Entschädigungszahlung von der Organisation.

 

Quelle: JUNG Yeon-Je. AFP

 

Der Hundefleischzüchter, in dessen Käfigen 170 Hunde zusammengepfercht waren, ist der zehnte Züchter in Südkorea, der in den letzten drei Jahren seine Türen schließen musste.

 

Die geretteten Hunde wurden in die USA und nach England gebracht, wo sie an fürsorgliche Familien vermittelt werden sollen.

 

„Ich wollte aufhören, bevor es zu spät ist“

 

Die Hundefleischzüchter werden von Seiten der Aktivisten (hauptsächlich aus westlichen Ländern) und Hundefleischgegner aus dem eigenen Land immer mehr unter Druck gesetzt. Immer mehr Betriebe ziehen in Erwägung, ihre Türen zu schließen, da die Nachfrage weiter sinkt.

 

Die französische Tageszeitung Libération berichtet, dass Kim Young-Hwan, der am Tag der Rettungsaktion interviewt wurde, erklärte, dass „dieser Beruf verdammt ist“ und er „aufhören wollte, bevor es zu spät ist“.

 

Er sagte, dass der Beruf ihm keine finanzielle Absicherung mehr gewähre, da der Konsum von Hundefleisch sinke.

 

In Richtung des Verlustes der südkoreanischen Tradition

 

Libération berichtete ebenfalls, dass Tierschutzorganisationen seit einigen Jahren noch mehr dafür kämpften, um diesem Markt endlich ein Ende zu setzen.

 

Die Südkoreaner, die teilweise von diesem Engagement beeinflusst sind, neigen immer mehr dazu, diese Gewohnheit aus ihrem Leben zu verbannen, obwohl sie normalerweise unzählige Hunde pro Jahr essen würden.

 

Quelle: JUNG Yeon-Je. AFP

 

In Südkorea kann man einen Rückgang des Konsums von Hundefleisch beobachten. Vor allem die jüngeren Generationen sehen Hund zunehmend als Haustiere an.

 

M. Kim erklärte während der Rettungsaktion:

 

Die Gesellschaft hat sich geändert. Einen Hund zu essen, wird heute als kriminell angesehen. 

 

Da das Land sich um sein Image sorgt – 2018 finden in Pyeongchang die Olympischen Spiele statt -, hat man beschlossen, den größten Hundefleischmarkt, den Moran Market, zu schließen. Ein riesiger Erfolg für die Tierschützer.

 

Die Debatte ist nicht neu. In Taiwan ist der Konsum von Hundefleisch seit April letzten Jahres verboten. Diese Entscheidung wird kontrovers diskutiert, da die Bevölkerung die Tatsache kritisiert, dass die Organisationen sich für Hunde stark machen, nicht aber für andere Tiere.

 

„Nur niedliche Tiere verdienen es zu leben“

 

Wenn man davon ausgeht, dass die Lebens- und Zuchtbedingungen das Hauptziel der Organisationen sind, die für den Schutz der Tiere kämpfen, stellt man fest, das die öffentliche Meinung zum endgültigen Konsumverbot von Hundefleisch in Asien stark auseinander geht.

 

 

Libération veröffentlichte folgende Aussage eines Internetnutzers:

 

Ich esse keine Hunde, aber ich bin von denen angewidert, die behaupten, dass nur die Tiere, die in den Augen des Westens niedlich und liebenswürdig genug sind, es verdienen zu leben. 

 

Obwohl 70% der Südkoreaner kein Hundefleisch essen, sind es nur 40%, die ein Verbot fordern. 65% verlangen bessere Zuchtbedingungen. Es gibt also verschiedene Debatten.

 

Man sollte trotzdem daran denken, dass es in Südkorea kein Gesetz gibt, das die Bedingungen in Zuchtbetrieben regelt.

 

Ahn Yong-Geun, Ernährungswissenschaftler an der ChungCheong Universität in Cheongju kritisierte, dass die westlichen Tierschutzorganisationen nicht mit der gleichen Aggressivität gegen Rinder- oder Schweinezuchtbetriebe vorgehen. Ihr Kampf wird von den Überzeugungen geleitet, die ihren Bräuchen und Traditionen entsprechen.

 

In Südkorea ist man noch weit davon entfernt, sich über den Verzehr von Hundefleisch einig zu werden. Während die einen dieser Tradition ein Ende setzen möchten, bevorzugen die anderen, an den Zuchtbetrieben Kritik zu üben.

 

Quelle: JUNG Yeon-Je. AFP

 

Die zahlreichen Organisationen, die sich dafür einsetzen – wie die Humane Society International -, sind entschlossener als je zuvor, diesem Treiben ein Ende zu setzen, alle Farmen des Landes nach und nach zu schließen und so hunderten Hunden das Leben zu retten.

 

In China herrscht eine ähnliche Situation. Der Konsum von Hundefleisch verdeutlich die Kluft zwischen den jungen und den alten Generationen. Bei einer Umfrage des Instituts Gallup Korea aus dem Jahr 2015 gaben 20% der Männer in den Zwanzigern an, im Laufe des Jahres Hundefleisch gegessen zu haben. Bei den über 50- bis 70-Jährigen waren es 50%.

 

Für die jüngeren Generationen, die von der westlichen Kultur geprägt sind, gelten Hunde und Katzen vor allem als Haustiere und sie finden es befremdliche, wenn nicht sogar schockierend, sie zu essen. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass der Handel mit Hundefleisch in China und Südkorea in den nächsten Jahrzehnten schnell abfallen wird.

 

 

Wenn ihr die Organisation HSI in ihrem Kampf unterstützen wollt, klickt hier. Ihr könnt außerdem diese Petition unterschreiben, die das Bok Nal Festival abschaffen möchte.

 

 

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Emilie Blanc