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Hundefleisch steht während der Olympischen Winterspiele immer noch auf den Speisekarten der Restaurants in Pyeongchang

Seit dem 9. Februar finden in Pyeongchang die Olympischen Winterspiele 2018 statt. Aus diesem Anlass wiesen die örtlichen Behörden die Restaurants an, kein Hundefleisch mehr auf ihren Speisekarten anzubieten. Diese Empfehlung scheint allerdings von den meisten südkoreanischen Restaurants nicht befolgt zu werden.

 

Quelle: Archives KIM JAE-HWAN AFP

 

Die französische Tageszeitung Sud Ouest erklärte, dass die Behörden des Landes während großer internationaler Veranstaltungen den Konsum von Hundefleisch in Restaurants verbieten möchten, um negative Schlagzeilen zu vermeiden.

 

Aufgrund der Olympischen Spiele wurde zwölf lokalen Restaurants verboten, dieses rote Fleisch zu servieren, aber nur zwei kamen diesem Verbot nach. Als die Behörden ihnen Zuschüsse anboten, um die Restaurantbetreiber für eventuelle Verluste zu entschädigen, machten diese darauf aufmerksam, dass das Verbot sich ebenfalls auf die Rezepte auswirke, erklärte der Verantwortliche der Kommunalverwaltung Lee Young-Bae:

 

Wir haben viele Beschwerden der Gastwirte bekommen, dass das ihren Lebensunterhalt gefährde. Einige von ihnen ersetzten das Hundefleisch durch Schweinefleisch und mussten zusehen, wie die Besucherzahlen sanken. Also gingen sie zum Verkauf von Hundefleisch zurück.

 

Während der Olympischen Spiele in Seoul 1988 wurde Hundefleisch auch verboten, um die westlichen Bräuche nicht zu verletzen.

 

Quelle: Le Quotidien du peuple

 

Aber auch wenn der Verzehr von Hundefleisch seit einigen Jahren weitgehend abgenommen hat – besonders wegen eines Wandels der Mentalität in Hinblick auf dieses Tier, das mehr und mehr als Haustier angesehen wird -, essen die Südkoreaner zurzeit eine Million Hunde pro Jahr.

 

Nichtregierungsorganisationen wie Humane Society International kämpfen immer mehr für die endgültige Schließung von Zuchtbetrieben für Hundefleisch in Ländern wie Südkorea. Dennoch sind diese immer noch stark in dem Land verbreitet und werden durch verschiedene Festivals sogar aufgewertet.

 

Auch in China zeigt der Verzehr von Hundefleisch wie in Südkorea einen Unterschied zwischen den jungen und alten Generationen. In China herrscht eine ähnliche Situation. Der Konsum von Hundefleisch verdeutlicht die Kluft zwischen den jungen und den alten Generationen. Bei einer Umfrage des Instituts Gallup Korea aus dem Jahr 2015 gaben 20% der Männer in den Zwanzigern an, im Laufe des Jahres Hundefleisch gegessen zu haben. Bei den über 50- bis 70-Jährigen waren es 50%.

 

Für die jüngeren Generationen, die von der westlichen Kultur geprägt sind, gelten Hunde und Katzen vor allem als Haustiere und sie finden es befremdliche, wenn nicht sogar schockierend, sie zu essen. Es ist demnach sehr wahrscheinlich, dass der Handel mit Hundefleisch in China und Südkorea in den nächsten Jahrzehnten schnell abfallen wird.

 

Wenn ihr die Organisation HSI in ihrem Kampf unterstützen wollt, klickt hier. Ihr könnt außerdem diese Petition unterschreiben, die das Bok Nal Festival abschaffen möchte.

 

 

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