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Französische Wohltätigkeitsorganisation beschuldigt, Tierversuche an Hunden zu unterstützen

Am 30. November veröffentlichte die Tierschutzorganisation PETA ein Video, das der beliebte französische Fernsehsendung Telethon vorwarf, Tierversuche an Hunden zu unterstützen, die den Tieren große Qualen zufügen.

 

(Warnung: Die folgenden Bilder können verstörend sein)

 

 

Die Aufnahmen aus dem Jahre 2013 wurden mit versteckter Kamera in der Universität für Tiermedizin in Alfort von der Tierschutzorganisation Animal Testing aufgenommen. Berichten von PETA zufolge finden dort die Experimente statt, die von Telethon finanziert werden.

 

telethon-chiens-cobayes-PETA-8Source : Peta / Animal Testing

 

Man sieht in dem Video Golden Retriever und Beagles, die gezüchtet werden, um Forschungsobjekte für die Muskelkrankheit Myopathie zu werden. Die Hunde werden mit der Krankheit infiziert und Berichten der Organisation zufolge gezwungen eine "lähmende Muskelfehlbildung zu entwickeln sowie eine besonders schwere Form der Muskeldytrophie Duchenne (DMD)".

 

In dem Video sind die Qualen der Tieren deutlich zu sehen, sie haben vor allem Atem- und Schluckbeschwerden. In einer Pressemeldung erklärte PETA:

 

Manche Hunde können am Ende nichts mehr fressen und müssen über eine Sonde ernährt werden. Die überlebenden Tiere entwickeln oft Herzprobleme, weil die Krankheit ihren Herzmuskel schwächt.

 

"Ich würde nicht mit dem Beagle tauschen wollen. Die Qualen sind echt", kommentiert im Video einer der Forscher.

 

telethon-chiens-cobayes-PETA-2Quelle: Peta / Animal Testing

 

Das Labor hat sich bis heute noch nicht zu den Anschuldigungen geäußert. Auf seiner Webseite steht allerdings, dass "die Studien von neuromuskulären Krankheiten bei Hunden und Katzen zu neuen Therapiemethoden führen, die schon im Labor und an kleinen Tieren erfolgreich waren."

 

 

Im Video erklärt ein Mann mit zensiertem Gesicht, dass ein großer Teil der Gelder für die Experimente wegfallen würde, wenn die Öffentlichkeit von den Zuständen in den Laboren erfahren würde. "Das ist klar, wenn wir ihnen unsere Hund mit Myopathie zeigen würden, würden sie viel Geld verlieren", erklärt er.

 

telethon-chiens-cobayes-PETA-3Quelle: Peta / Animal Testing

 

PETA rief aus diesem Grund die Sendung Telethon dazu auf, diese "grausamen Tierversuche nicht mehr zu finanzieren und stattdessen alternative Forschungsprojekte zu unterstützen, in denen keine Tiere gequält werden."

 

 

In Europa fallen jährlich über 12 Millionen Tiere den Experimenten zum Opfer. Deutschland ist europaweit traurigerweise auf dem zweiten Platz. Die Organisation PETA setzt sich schon lange dafür ein, dass Tierversuchen ein Ende bereitet wird. Wenn ihr sie unterstützen möchtet, könnt ihr hier spenden.

 

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