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Elektrofischerei: Europäisches Parlament stimmt für Verbot

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Am Dienstag, den 16. Januar stimmte das Europäische Parlament endgültig für ein Verbot von Elektrofischerei in Europa.

 

Auch wenn die Europäische Kommission vor einigen Monaten noch in Betracht zog, die Genehmigung für Elektrofischerei auszuweiten, hatten die Abgeordneten in Straßburg das Recht, das Ganze umzukehren.

 

 

Ein überwältigender Sieg

 

Das Ergebnis der Abstimmung war unerwartet: 402 der Abgeordneten stimmten für das Verbot, 232 dagegen und 40 enthielten sich.

 

Die französische Tageszeitung Le Monde berichtet, dass ein solcher Umschwung ohne die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (ONG) nicht möglich gewesen wäre. Dazu zählt z. B. die Organisation BLOOM, die sich für den Schutz von Meeresböden einsetzt.

 

Elektrofischerei ist eine stark umstrittene Methode des Fischens. Dabei wird elektrischer Strom durch das Wasser geleitet, sodass die Fische gelähmt werden und an die Wasseroberfläche kommen. So können sie von den Fischern leichter gefangen werden.

 

„Vollkommen verrückt“

 

Aber während einige Befürworter dieser Methode ökologische Vorteile zusprechen, da der Treibstoffverbrauch sinkt, sind die Schützer der Meeresfauna davon überzeugt, dass die Vibrationen den empfindlichen Fischen schaden und ihr Umfeld beeinflussen.

 

Die Zeitung 20 Minutes berichtete, dass laut Hubert Carré, dem Generaldirektor des französischen Regionalen Ausschusses für maritime Fischerei, „diese Fischerei ganz und gar nicht selektiv“ sei. Nicolas Hulot, Minister des Französischen Umweltministeriums hingegen bezeichnet sie als „vollkommen verrückt“.

 

In anderen Worten: Indem die Fischer einen ganzen Teil des Meeresbodens mit elektrischem Strom bewegen, betrifft das zwangsweise auch Fischarten, die sie überhaupt nicht fangen wollten, oder Haie, die nicht unter der Fischerei leiden sollten.

 

Eine Entscheidung, die Wellen schlägt

 

Claire Nouvian, die Gründerin von BLOOM und Impulsgeberin für das Verbot, ist sehr froh über das Ergebnis:

 

Das ist ein unglaublicher Sieg für die Meere, die herkömmlichen Fischer und für Europa.

 

Quelle: BLOOM

 

Trotz allem stellt diese Abstimmung keinen endgültigen Sieg für die Ozeane dar. Björn Stockhausen, Verantwortlicher für die Fischereipolitik bei Seas at Risk, einer Organisation, die sich für den Erhalt und Schutz der Meereswelt einsetzt, betont, dass diese Entscheidung auch negative Auswirkungen für die Meeresfaune haben wird.

 

Das Europäische Parlament schwächt die Mittel zum Schutz der europäischen Meere seit Jahrzehnten.

 

Laut der ONG wird es keine Bestimmungen mehr bezüglich der Größe und Reife der gefangenen Fische geben, sobald das Verbot durchgesetzt wird. Diese Entscheidungen, sofern sie getroffen werden, werden in den Aufgabenbereich der Mitgliedsstaaten fallen, die selbst ihre Grundlagen festlegen müssen.

 

Es war lange Zeit ein kontroverses Thema, doch heute wird die Fähigkeiten von Fischen, Freude oder Leid zu empfinden, nicht mehr in Frage gestellt. Dieses neue Beispiel zeigt, dass ihr Schicksals vielleicht nicht mehr egal ist.

 

 

 

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Emilie Blanc