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Eisbärbaby im Tierpark Berlin stirbt nach 26 Tagen und entfacht erneut die Debatte über ihre Gefangenschaft

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Anfang des Monats starb das Baby von Eisbärin Tonja im Tierpark Berlin nur 26 Tage nach der Geburt. Das ist das zweite mal innerhalb eines Jahres, dass ein junger Eisbär im Zoo stirbt. Tonjas Sohn Fritz starb mit vier Monaten an einer Leberentzündung.

 

„Es macht uns traurig“

 

Das kleine Eisbärmädchen war so jung, dass man ihr noch keinen Namen gegeben hatte. Für die Mitarbeiter des Tierparks kam ihr plötzlicher Tod sehr unerwartet. Einen Tag zuvor war sie nämlich noch völlig fit und trank normal an der Brust ihrere Mutter.

 

Quelle: Tierpark

 

Dennoch bemerkten die Wachleute am nächsten Morgen auf den Überwachungskameras, dass sich das Junge nicht mehr bewegte. Der Grund war noch nicht bekannt, aber man vermutete einen Flüssigkeitsmangel. Warum die kleine Eisbärin aufhörte die Milch ihrer Mutter zu trinken, kann sich niemand erklären.

 

Der Eisbären-Pfleger des Tierparks Florian Sicks erklärte in einer Pressemitteilung, dass es nicht ungewöhnlich sei, aber trotzdem alle schokierte:

 

Wir wussten, dass die Jungtier-Sterblichkeit in den ersten Wochen sehr hoch ist, dennoch sind wir deprimiert und es macht uns traurig.

 

Eine weitere unerfüllte Hoffnung

 

Dieser Tod folgte dem von Fritz, ebenfalls ein Kind von Tonja, das mit vier Monaten an einer Leberentzündung starb. Fritz war der erste Eisbären-Nachwuchs im Tierpark seit 22 Jahren.

 

Quelle: Tierpark

 

Die Geburt des kleinen Fritz ließ Eisbärenfreunde hoffen, er könne der Nachfolger von Knut werden. Dieser wurde 2006 im Berliner Zoo in Charlottenburg geboren. Er war der erste Eisbär nach 30 Jahren, der in Gefangenschaft geboren wurde. Er starb mit 5 Jahren (Eisbären in Gefangenschaft werden normalerweise 20 bis 30 Jahre alt).

 

Die Gefangenschaft wird in Frage gestellt

 

Für Tierrechtaktivisten haben die Tode von Knut sowie Fritz und seiner Schwester alle den selben Grund: die Gefangenschaft. Ihrer Meinung nach werden Eisbären immer noch gefangen gehalten, obwohl diese Tode beweisen, dass es ihnen schadet. Und alles nur wegen des Geldes.

 

Der Berliner Zoo konnte nebenbei viel Gewinn mit Produkten machen, die Knuts Gesicht aufgedruckt hatten. Mittlerweile gibt es eine Petition - gerichtet an den Direktor des Tierparks -, die fordert, dass alle Eisbären in Berliner Zoos in Schutzgebiete gebracht werden. Sie wurde schon über 100.000 mal unterschrieben.

 

 

Die Gefangenschaft von Eisbären wird regelmäßig kritisiert, weil viele der Tiere aus Kummer sterben. So war es auch bei Szenja, einer Eisbärin im amerikanischen Meerespark SeaWorld, Arturo, dem einzigen Eisbären in Argentinien, und Pizza, einem eisbären in China.

 

 

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Victoria Bach