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Ein Tiger tötet einen Mann in einem Zoo und wird erschossen

Am 29. Januar wurde ein Mann im Zoo von Youngor, in der Nähe der chinesischen Stadt Ningbo tödlich von einem Tiger verletzt. Nach erfolglosen Versuchen, das Tier mit Wasserwerfern wegzulocken, wurde es von der Polizei erschossen.

 

zoo-chine- Youngor-tigre-attaque-7Quelle: Guardians of Chinese Animal Protection

 

In einer Pressemeldung erklärte das Verwaltungskomitee des Donggian Lake Tourist Resort, dass der Mann namens Zhang mit einem Freund über den Zaun in das Gehege geklettert war, um sich keine Eintrittskarte kaufen zu müssen.

 

Zhangs Frau und seine zwei Kinder waren zum Zeitpunkt des Vorfalls ebenfalls in dem Zoopark. Zhang und sein Freund kletterten über zwei 3 Meter hohe Zäune, um in den Zoo zu gelangen. Zhang landete im Gehege der Tiger, bevor sein Freund ihm folgen konnte.

 

zoo-chine- Youngor-tigre-attaque-8Quelle: Guardians of Chinese Animal Protection

 

Dort wurde er kurz darauf von drei Raubkatzen angegriffen. Der Vorfall ereignete sich um ca. 14 Uhr und mehrere Besucher des Zoos hielten die furchtbare Szene auf ihren Handys fest. (Ihr könnt sie hier ansehen, doch die Aufnahmen können für manche Leser verstörend sein!)

 

zoo-chine- Youngor-tigre-attaque-2Quelle: Guardians of Chinese Animal Protection

 

Daraufhin versuchten die Mitarbeiter des Zoos, die Tiere mit Wasserwerfern abzulenken. Wenig später traf die Polizei ein und erschoss einen der Tiger. Zhang wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, doch erlag dort einige Stunden später seinen Verletzungen.

 

Zu ihrer Verteidigung erklärte die Leitung des Zoos, dass an der Stelle, an der die beiden Männer in den Park eingedrungen waren, viele Warnschilder stehen.

 

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Im Internet löste der Vorfall unterschiedliche Reaktionen aus. Doch viele Menschen schüttelten den Kopf über die Verantwortungslosigkeit des Mannes. BBC berichtete von einem Kommentar eines Nutzers des größten chinesischen Netzwerks "Weibo":

 

Der Tod dieses Mannes sollte keine Traurigkeit auslösen. Tiger sind Raubtiere, Fleischfresser, die Könige des Dschungels und sie haben einen aufgeprägten Jagdinstinkt. Wenn man in ein Tigergehege springt, darf man sich danach wirklich nicht beschweren. Ruhe in Frieden, Tiger!

 

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Der asiatische Zweig der Tierschutzorganisation PETA unterstrich, welche Probleme das Halten von Raubtieren in Gefangenschaft mit sich bringt. Jason Baker, der Vizepräsident von PETA, erklärte:

 

Menschen werden regelmäßig von Raubtieren in Gefangenschaft angegriffen. Das zeigt, unter was für einem Stress die Tiere leiden. Sie stehen jeden Tag unter einem enormen Druck.

 

Es wurden Ermittlungen eingeleitet, um herauszufinden, wie genau es zu diesem Unfall kommen konnte.

 

PETA Deutschland bemüht sich schon seit einigen Jahren um eine Überarbeitung der deutschen Gesetze bezüglich Tieren in Gefangenschaft. Wenn ihr sie gerne dabei unterstützen wollt, klickt hier.

 

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