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Ein Pitbull-Verbot in Kanada löst eine Welle ausgesetzter und zurückgelassener Hunde aus

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Vor einigen Monaten haben die zwei kanadischen Städte Québec und Montréal einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der vorsieht, die Haltung von Pitbulls zu verbieten. Es gab zwar ein paar Änderungen, um das Gesetz der Öffentlichkeit schmackhafter zu machen, doch Pitbulls werden trotzdem zu einer verbotene Hunderasse. Die Bürger haben bis zum Ende des Jahres Zeit, ihre Tiere "loszuwerden".

 

Als Carolynn Williams, Mitglied des One Last Chance Rescue Tierheims, letzte Woche eine ganze ausgesetzte Pitbull-Familie entdeckte, wurde ihr klar, dass sie sich nun einer noch größeren Herausforderung stellen muss als bisher. Sie muss die Hunde außerhalb der Stadt weitervermitteln.

 

pit-ban-montreal-2Quelle: TheDodo

 

Daher hat Carolyn verschiedene Aufnahmestationen in den kanadischen Städten kontaktiert, wo es noch kein Verbot gibt. Zwei Tierheime in Saskatchewan, das Prairie Pooches und das Prairie Sky Dog Rescue, haben sich schließlich bereit erklärt, die Hunde aufzunehmen.

 

Eine ganze Gruppe ausgesetzter Pitbulls ist leider nichts Ungewöhnliches. Das neue Gesetz hat ganze Wellen von ausgesetzten Tieren ausgelöst, da viele Besitzer nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen.

 

pit-ban-montreal-3Quelle: TheDodo

 

Die Einzelheiten des Gesetzes sind noch nicht ganz klar, doch der Bürgermeister, Denis Coderre, hat verkündet, dass es sich um ein Verbot Amerikanischer Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier und Amerikanischer Pitbull Terrier handeln wird.

 

Eine solche Regelung hat für tausende Hunde sehr traurige Folgen. Sie werden von ihren Besitzern getrennt und finden sich in den überquellenden Tierheimen der Region wieder. Daraufhin haben sie nur geringe Chancen, wieder eine Familie zu finden, denn niemand wird eine verbotene Rasse adoptieren wollen.

 

pit-ban-montreal-4Quelle: TheDodo

 

Die Mitarbeiter vieler örtlichen Tierschutzorganisationen bereiten sich auf das Schlimmste vor. Denn wenn die Tierheime mit Tieren überfüllt sind, die keine Chance auf eine Vermittlung haben, bleibt oft nur noch die Möglichkeit, die Tiere einzuschläfern.

Allerdings weigern sich schon jetzt viele Bürger, sich von ihren geliebten Vierbeinern zu trennen, auch wenn sie dafür Geldstrafen oder Schlimmeres riskieren.

 

Im Angesicht dieses Durcheinanders beginnen sich Gegenbewegungen zu formen. Immer mehr Menschen außerhalb Montréal melden sich freiwillig, um einen Pitbull bei sich aufzunehmen. Sheena Rigole, Mitarbeiterin im Tierheim Prairie Sky, erzählt TheDodo:

 

Hier in Saskachewan waren wir immer pro-Pitbull. Als ich gehört habe, was in Montréal passiert, wollte ich sofort helfen. Wir bekommen die Tiere und suchen ihnen sofort eine neue Familie.

 

pit-ban-montreal-Quelle: TheDodo

 

Bis jetzt hat das Tierheim in Saskatchewan schon 5 Pitbulls vermittelt und das ist erst der Anfang. Wir hoffen natürlich, dass andere Tierheime diesem Beispiel folgen und vor allem, dass die Regierung in Montréal ihre Entscheidung noch einmal überdenkt.

 

Via: TheDodo

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Léa Marie