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Ein Pinguin wird aus einem Zoo geklaut und tot auf einem Parkplatz aufgefunden

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Vor einer Woche verschwand ein erst zehn Monate alter Pinguin aus dem Mannheimer Zoo Luisenpark. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung nun berichtete, wurde sein toter Körper gestern von ein paar Passanten in der Nähe des Zoos entdeckt.

 

humboldt-pinguine-stehen-amQuelle: FAZ

 

Noch ein paar Tage zuvor hofften die Mitarbeiter, dass der Dieb den Pinguin mit der Markennummer 53 vielleicht wieder zurückbringen würde. Bei einer Zählung war aufgefallen, dass er fehlte und ein Ausbruch des Tieres war schnell ausgeschlossen worden. Als sich schließlich keine Spur mehr des jungen Humboldt-Pinguins finden ließ, vermutete man einen gewerbsmäßigen Diebstahl.

 

Der Geschäftsführer vom Verband der Zoologischen Gärten erklärte:

 

Besonders begehrt sind hochbedrohte Arten, vor allem im Vogel- und Reptilienbereich.

 

humboldt-pinguin-in-mannheimQuelle: FAZ

 

Jegliche Hoffnung, dass 53 unversehrt in den Zoo zurückgebracht werden würde, schwand, als Passanten das tote Tier in der Nähe des Luisenparks fanden. Man weiß immer noch nicht, ob der Pinguin schon tot war, als er von dem Dieb dort abgelegt wurde. Der Körper des Tieres wird nun untersucht, um die genaue Todesursache ans Licht zu bringen und Hinweise auf den Täter zu finden.

 

Dass Tiere spurlos aus Zoos oder Tierparks verschwinden, ist weniger selten, als man vielleicht denkt. Vor allem der Handel mit seltenen Tiere und geschützten Arten ist sehr rentabel.

 

Das Schicksal von Pinguin Nummer 53 zeigt uns allerdings nicht nur, wie gefährdet manche Zootiere sind, sondern auch die, welche Sinnwidrigkeit Zoos haben.

 

zoosadness-1

 

Zoos behaupten, dass sie zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen und die Menschen über die Tiere aufklären. Dabei ist ein großer Grund für das Schwinden vieler Arten die Bedrohung durch den Menschen, die sie einfangen, um sie aus Spaß zu töten, ihre Erzeugnisse auf dem Schwarzmarkt anzubieten- oder teuer an Zoos zu verkaufen.

 

In den Parks werden die Tiere daraufhin in enge Gehege gesperrt, die nichts mehr mit ihrem natürlichen Lebensraum zu tun haben. Sie müssen jeden Tag das Blitzlichtgewitter der Besucher über sich ergehen lassen und sind häufig nur noch ein Schatten ihrer Selbst.

 

Die Tierschutzorganisation PETA sagte sehr treffend:

 

Zoos vermitteln den Menschen, dass es in Ordnung ist, Tiere in Gefangenschaft zu halten. Weit weg von ihrem natürlichen Lebensraum, isoliert und in enge Gehege gesperrt.

 

 

photos-cruaute-zoos-14Quelle: Born Free Foundation

 

 

Oft werden sie darüber hinaus von Besuchern belästigt, die etwas für ihr Geld sehen wollen oder einfach nur neugierig sind, was passiert. Viele schlagen gegen die Scheiben, um sie aufzuwecken oder ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. In manchen Fällen werfen sie sogar Essen oder andere Gegenstände in die Gehege.

 

Und wie der Fall von Pinguin 53 beweist, werden die Tiere häufig nicht einmal ausreichend vor Besuchern geschützt.

 

lion-zoo-4Quelle: @Jo-Anne McArthur

 

Wir erweisen Tieren den größten Respekt, wenn wir sie in Freiheit leben lassen. Die Schönheit eines wilden Tieres wird erst richtig sichtbar, wenn man es in seinem natürlichen Lebensraum sieht. Das ist am wichtigsten für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit.

 

Erst, wenn wir verstehen, dass Zoos nicht dem Wohl der Tiere sondern ausschließlich der menschlichen Unterhaltung dienen, werden wir Vorfälle wie im Mannheimer Zoo zukünftig verhindern können.

 

PETA Deutschland bemüht sich schon seit einigen Jahren um eine Überarbeitung der deutschen Gesetze bezüglich Tieren in Gefangenschaft. Wenn ihr sie gerne dabei unterstützen wollt, klickt hier.

 

Via: FAZ

 

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Carina