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Ein Mann begräbt seinen Hund lebendig, um ihn loszuwerden. Jetzt ergreift ein ganzes Dorf Maßnahmen

Ein furchtbarere Vorfall brachte die Bewohner der französischen Stadt Turquant vor ein paar Wochen zusammen. Am 11. Dezember machte einer von ihnen eine furchtbare Entdeckung. Als er mit seinem Hund unterwegs war, hörte er plötzlich lautes Bellen aus dem Boden.

 

Mit Schrecken fand er einen Englischen Cocker Spaniel, dessen Körper im Boden vergraben war. Bleche und schwere Holzscheite waren über ihn gelegt worden, um ihn zu verstecken.

 

aslan-chien-enterre-vivant-2Quelle: Aslan : un chien enterré vivante / Facebook

 

Als France 3 ihn interviewte, sagte er:

 

Als ich ihn ausgegraben habe, habe ich gedacht, er würde nicht mehr atmen. Ich habe ihn an mich gedrückt und warm gerubbelt. Dann konnte er endlich einen Atemzug tun.

 

Der Mann brachte den Spaniel, der auf den Namen Aslan getauft wurde, in eine naheliegende Tierklinik. Als er ankam, befand sich das Tier in einem kritischen Zustand. Ein Tierarzt legte ihm einen Zugang und verabreichte ihm eine Infusion. Aslan wurde auf eine Wärmeplatte gelegt, weil er extrem unterkühlt war.

 

Zwei Tage auf der Intensivstation

 

Leider verbesserte sich Aslands Zustand zunächst nicht. Nachdem er zwei Tage auf der Intensivstation verbracht hatte, entschieden die Ärzte, dass sie ihm weitere Qualen ersparen mussten. Nach Absprache mit der Tierschutzorganisation "Droits de Vivre" (auf deutsch: Das Recht auf Leben) wurde der Hund eingeschläfert. "Aslan trat seine letzte Reise Dienstag Abend (der 13. Dezember) an", berichtete die Lokalpresse.

 

aslan-chien-enterre-vivant-1Quelle: Aslan : un chien enterré vivante / Facebook

 

Ein 44-jähriger Jäger wird in Gewahrsam genommen

 

Die Tierschutzorganisation "Droits de Vivre" gab eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei auf. Am 5. Januar gelang es, den Besitzer des Hundes aufgrund seines Nummernschilds ausfindig zu machen.

 

Es handelt sich um einen 44-jährigen Jäger, der im Nachbardorf lebt. Berichten der Lokalzeitung Kiosque zufolge, soll der Mann seinen angeblich tauben und blinden Hund bewusstlos geschlagen haben, bevor er ihn vergrub. Zu seiner Verteidigung sagte er, dass der Hund seiner Meinung nach tot gewesen sei, als er ihn im Boden eingrub.

 

Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß, auch wenn er unter Beobachtung gestellt wurde. Seine Waffen und weiteren Hunde wurden konfisziert, während ihn ein Urteil von 2 Jahren Gefängnis und eine Geldstrafe von 30.000 Euro erwarten könnte.

 

Fast 40.000 Unterschriften für "die Gerechtigkeit"

 

Viele Bewohner der Stadt waren von den Geschehnissen schockiert und taten sich mit Tierschutzorganisationen zusammen. Am 15. Januar nahmen über 80 Personen in Turquant an einem Gedenkmarsch für Aslan teil.

 

aslan-chien-enterre-vivant-15Quelle: Aslan : un chien enterré vivante / Facebook

 

Der Zeuge, der das Nummernschild des Schuldigen gesehen hatte, sagte zu diesem Anlass:

 

Glauben Sie, dass jemand Aslan gehört hätte, wenn er tot gewesen wäre? Als der Mann weggefahren ist, habe ich sein Nummernschild aufgeschrieben, während man deutliches Belles gehört hat. […] Ich kann also bestätigen, dass der Hund lebendig begraben wurde.

 

Die Organisation Droits de Vivre hat eine Petition gestartet, in der sie Gerechtigkeit für Aslan verlangt. "Aslan war nicht gechippt, vielleicht dachte der Besitzer, er könnte einem Urteil entgehen. Doch wie verlangen die Höchststrafe, damit Aslan Gerechtigkeit bekommt. Diese Petition wurde gestartet, um die Tierschutzorganisationen zu unterstützen", kann man in der Petition lesen. Sie hat schon über 40.000 Unterschriften.

 

Wenn ihr sie ebenfalls unterschreiben möchtet, klickt hier.

 

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