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Drei Wissenschaftler aus Tübingen müssen sich wegen Tierquälerei gegenüber Versuchsaffen verantworten

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Am 20. Februar 2018 wurde drei Wissenschaftlern aus Tübingen vorgeworfen, Affen „andauernde Leiden“ zugefügt zu haben, als man Experimente an ihrem Gehirn durchführte. Laut der Staatsanwaltschaft hatten sie zwischen 2013 und 2015 die Tiere viel zu spät eingeschläfert bzw. die Versuche bewusst zu spät beendet. Die drei Männer werden zurzeit der Tiermisshandlung beschuldigt.

 

allemagne singes tortureLuftbild des Max-Planck-Instituts Tübingen – Quelle : Google Earth

 

Die drei Männer arbeiten im Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik in Tübingen. Sie sollen die Versuche an den besagten Affen zu spät beendet und so „den Tieren länger andauernde Leiden zugefügt“ haben, wie der Staatsanwalt in einer Mitteilung ausdrückte.

 

Nach dem deutschen Tierschutzgesetz können Tierquäler mit bis zu 3 Jahren haft belangt werden. In diesem Fall sollen die Vergehen eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen.

 

Diese Versuche waren von den deutschen Behörden genehmigt worden. Laut der Vorgaben sollten die Tiere außerdem getötet werden, "wenn dies für eine wissenschaftliche Untersuchung erforderlich oder das Wohlergehen des Tiers wegen einer Verletzung oder Infektion gefährdet wäre", wie Die Zeit berichtete.

 

allemagne singes tortureLabortest (Symbolbild) - Quelle : Josep Lago / AFP

 

Die Staatsanwaltschaft sagte (französische Quelle):

 

Entgegen der vereinbarten Regeln haben die Forscher die drei Affen zu spät betäubt und so über einen langen Zeitraum ihr Wohlbefinden gefährdet.

 

Stern TV hatte 2014 Undercover-Aufnahmen aus dem Institut veröffentlicht, die für viel Aufruhr sorgten. Hier könnt ihr sie ansehen.

 

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Aleksandra Pazik