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Dieser Zoo wird alle seine Elefanten freilassen. Eine historische Entscheidung

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Der Tierpark von Mendoza in Argentinien hatte für lange Zeit einen sehr schlechten Ruf. 2016 wurde er vor allem für den Tod des Eisbären Arturo bekannt, der an den furchtbaren Folgen seiner Gefangenschaft starb.

 

Doch es scheint, als würde sich das Blatt endlich wenden. Ein neuer Direktor, der Anfang Dezember 2016 eingestellt wurde, traf die historische Entscheidung, die vier Elefanten aus dem Tierpark an die Rettungsstation Elephant Sanctuary Brazil in Brasilien abzugeben, die im Oktober 2016 gegründet wurde.

 

Die drei asiatischen Elefanten Pocha, Tamy und Guillermina und der afrikanische Elefant Kenia werden endlich ihr Leben in Gefangenschaft hinter sich lassen. Weit weg von lauten Zuschauermengen.

 

Scott Blais, der Direktor des Global Sanctuary for Elephants, der Organisation, die mit dem Zoo verhandelt hat, erklärt der Webseite The Dodo:

 

Die Tatsache, dass der Zoo von Mendoza diese Initiative ergreift und seine vier Elefanten abgibt, verdient Anerkennung. Wie wissen, dass Elefanten eine sehr komplexe Gefühlswelt haben, sozial und psychologisch… Glücklicherweise hat der Zoo begriffen, welchen schlechten Einfluss die Gefangenschaft auf diese sensiblen Geschöpfe hat und hat die Entscheidung getroffen, ihnen eine bessere Zukunft zu bieten.

 

Scott hofft, dass die Entscheidung einen Dominoeffekt auslösen wird und andere Zoos sich ebenfalls anschließen werden. Denn schon andere Tierparks haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Im Jahre 2005 entschied sich der Zoo von Detroit, all seine Elefanten in die Rettungsstation Performing Animal Welfare Society in Kalifornien bringen zu lassen.

 

Scott sagt weiterhin:

 

Diese Entscheidung wird den Menschen die Augen öffnen und zeigen, dass selbst die besten Zoos nicht hunderten von Tieren ein Leben bieten können, das an ihre Bedürfnisse angepasst ist.

 

Tiere haben in Zoos selten ein schönes Leben. Oft werden sie von Besuchern belästigt, die etwas für ihr Geld sehen wollen oder einfach nur neugierig sind, was passiert. Viele schlagen gegen die Scheiben, um sie aufzuwecken oder ihre Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. In manchen Fällen werfen sie sogar Essen oder andere Gegenstände in die Gehege.

Die Stuttgarter Zeitung berichtete, wie gefährlich dies für Zootiere werden kann.

 

Die Tierschutzorganisation PETA findet sehr deutliche Worte:

 

Zoos vermitteln den Menschen, dass es in Ordnung ist, Tiere in Gefangenschaft zu halten. Weit weg von ihrem natürlichen Lebensraum, isoliert und in enge Gehege gesperrt.

 

Wir erweisen Tieren den größten Respekt, wenn wir sie in Freiheit leben lassen. Die Schönheit eines wilden Tieres wird erst richtig sichtbar, wenn man es in seinem natürlichen Lebensraum sieht. Das ist am wichtigsten für sein Wohlbefinden und seine Gesundheit. Leider wird es noch lange dauern, bis Menschen die Bedürfnisse der Tiere in den Vordergrund stellen.

 

Die Entscheidung des Tierparks von Mendoza setzt daher ein gutes Beispiel und es bleibt nur zu hoffen, dass sich andere Zoos anschließen werden.

 

Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, wie es Tieren in Zoos geht, klickt hier. Wenn ihr PETA Deutschland unterstützen möchtet klickt hier.

 

Via: The Dodo

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Andrea A.