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Dieser Zoo tötet einen Elefanten, ohne einen triftigen Grund vorzuweisen

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Anfang Februar wurde im Zoo von Oregon in den USA ein 54-jähriger asiatischer Elefant grundlos getötet.

 

Der Bulle namens Packy litt an Tuberkulose, einer geläufigen Krankheit bei in Gefangenschaft lebenden Elefanten. Doch die Biologin der Tierschutzorganisation In Defense of Animals (IDA) Toni Frohoss bestätigte, dass Packy keinerlei Symptome zeigte. Er war gesund, voller Energie und nicht depressiv. Frohoff erklärte:

 

Wir sind empört, denn nach unserem Wissensstand war Packy fröhlich, gesellig und hatte keine gesundheitlichen Probleme. Mann kann hier also nicht von einer Einschläferung sprechen. Es handelt sich um Mord.

 

packy-oregon-4Quelle: Facebook/Team Packy

 

Der Plan des Zoos, Packy einzuschläfern, kam ein paar Tage vor seiner Umsetzung ans Licht. Zwei Mitarbeiter hatten die Information anonym auf der Facebook Seite Team Packy geteilt, um den Tod des Elefanten zu verhindern. In einem Post vom 30. Dezember 2016 stand:

 

Die Leitung des Zoos bereitet sich darauf vor, Packy ohne triftigen Grund zu töten. […] Es ist eine strategische und politische Entscheidung, weil niemand das Geld für seine Pflege aufbringen möchte.

 

packy-oregon-1Quelle: Facebook/Team Packy

 

Selbst die Sorge um eine Ansteckungsgefahr aufgrund von Packys Tuberkulose hätte einen solchen Schritt nicht gerechtfertigt. Der Zoo verfügte über ausreichende Mittel, seine Mitarbeiter und die anderen Tiere zu schützen.

 

In einer Pressemeldung erklärte die Leitung des Zoos, dass Antibiotika auf Packys Krankheit keinen Einfluss hatten und er aus diesem Grund eingeschläfert werden musste.

 

packy-oregon-3Quelle: Facebook/Team Packy

 

"Wir können ihn nicht heilen. Alternative Behandlungen würden Packy große Schmerzen bereiten und wir wissen nicht einmal, ob sie wirksam wären. Und ohne eine Behandlung wird sich sein Zustand nur verschlimmern", sagte der Tierarzt des Zoos Dr. Tim Storms.

 

Doch Tori Frohoff hält seine Erklärung für Unfug: "Wenn sie wirklich darauf bestehen, dass es sich um eine notgedrungene Einschläferung handelt, fordere ich sie auf, die Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchung öffentlich zu machen." Sie vermutet, dass Packy den Zoo einfach zu viel Geld gekostet hat. Der betagte Elefant war nicht mehr in der Lage, sich fortzupflanzen und hätte noch viele Jahre behandelt werden müssen. "Das passiert in Zoos sehr häufig. Sie machen Platz für neue, fruchtbare und lebhaftere Tiere."

 

packy-oregon-5Quelle: Facebook/Team Packy

 

Doch egal, was das Motiv des Zoos wirklich war, der Fall zeigt einmal mehr, wie sinnwidrig es ist, Tiere in Zoos zu halten. Zudem ist es nicht der erste Skandal im Zoo von Oregon. Letztes Jahr stand er sogar auf der Liste der 10 schlimmsten Zoos der USA.

 

Team Packy sagte auf seiner Facebook Seite:

 

Wir ihr alle wisst, haben sich unsere Befürchtungen bewahrheitet. Packy wurde heute morgen eingeschläfert. Wir wollen euch alle für eure Unterstützung danken. Immerhin können wir sagen, dass wir alles getan haben, um diese Entscheidung zu verhindern. Diese Seite wird gelöscht und wir ziehen uns zurück, um zu trauern.

 

packy-oregon-2Quelle: Facebook/Team Packy

 

Toni Frohoff lobte die Mitarbeiter, die versucht hatten, Packy vor seinem Schicksal zu bewahren. "Sie waren Packys einzige Chance", fasste sie traurig zusammen. Bis heute hat sich der Zoo geweigert, eine Stellungnahme abzugeben.

 

PETA Deutschland bemüht sich schon seit einigen Jahren um eine Überarbeitung der deutschen Gesetze bezüglich Tieren in Gefangenschaft. Wenn ihr sie gerne dabei unterstützen wollt, klickt hier.

 

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Léa Marie