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Dieser berühmte Tiger, der 17 Jahre lang in einem Betonkäfig eingeschlossen war, ist soeben gestorben

Tony, ein Tiger, der beinahe sein ganzes Leben lang in einem Betonkäfig neben einer Schnellstraße verbracht hatte, starb am 16. Oktober dieses Jahres. Er wurde wegen Nierenproblemen sowie anderer Gesundheitsprobleme eingeschläfert. Tiger in Gefangenschaft werden durchschnittlich zwischen 14 und 18 Jahre alt. Tony gehörte also bereits zu den Senioren.

 

Er ist einer von vielen Tigern die an einer Raststätte in Grosse Tete im US-Bundesstaat Louisiana lebten. Michael Sandlin, der Eigentümer der Raststätte hatte den Tiger im Jahr 2001 gekauft als dieser gerade einmal sechs Monate alt war. Tony reihte sich in Sandlin's große Tigersammlung ein und verbrachte den Großteil seines Lebens in einem Zementkäfig, wo er als Attraktion für die Truckerfahrer und Reisenden herhalten musste.

 

Quelle: london_17/Instagram

 

Da er neben einer stark befahrenen Straße lebte, war Tony lauten Geräuschen, Abgasen und den neugierigen Blicken zahlloser Besucher ausgesetzt. Videoaufnahmen zeigen, wie er unruhig auf und abläuft, ein Zeichen der Verzweiflung bei wilden Tieren. Tierschutzorganisationen versuchten jahrelang, ihn zu befreien und Sanktuarien wie das Big Cat Rescue boten sogar an, den Tiger bei sich aufzunehmen.

 

Doch trotz des öffentlichen Drucks wollte Sandlin Tony nicht abgeben. Er argumentierte, dass sein Käfig größer sei als ein durchschnittlicher Tigerkäfig und dass er an der Raststätte besser versorgt sei als in einem Sanktuarium.

 

Quelle: The Dodo/Big Cat Rescue

Es gab online hitzige Diskussionen  bei denen die Tierschützer darauf hinwiesen, dass es für das Wohl des Tigers besser sei, wenn er in einer etwas "natürlicheren" Umgebung leben könnte. Sandlin jedoch bestand darauf, dass Tony "zur Familie" gehörte. Online machte er sich oft über Tierschutzorganisationen, die Tierrechte durchsetzen wollten, lustig.

 

Gegenüber der Seite Nola sagte er im Jahr 2014: "Ich würde mich nie dazu verleiten lassen, Tony in fremde Hände zu geben…Das würde ich meinem Tiger niemals antun"  Ich kann diese Spinner, die denken, sie wüssten mehr über Tiger als ich nicht ausstehen!"

 

Quelle: irish-wendy/Instagram

 

Es war allgemein bekannt, dass Sandlin kein unbeschriebenes Blatt war, was Wildkatzen anging. Er züchtete Tiger auf seinem Grundstück und im Jahr 1989 verloste er sogar einen von ihnen (und sagte der Gewinner könne mit ihm machen, was auch immer er wolle). Zwei Tiger verkaufte er im Jahr 1997 an ein Pärchen, das gerade auf dem Weg in den Campingurlaub war.

 

Einer dieser jungen Tiger hatte Gelenkprobleme, die wahrscheinlich durch das Leben auf dem harten Zementboden verursacht wurden. Andere Tiger wurden offensichtlich entkrallt, eine besonders schmerzhafte und traumatische Prozedur.

 

Quelle: snapjon/Instagram

 

Laut der Tierschutzorganisationen BCR und ADLF (Animal Legal Defense Fund) verstieß er auch regelmäßig gegen die Regeln des US-Landwirtschaftsministeriums bezüglich der Haltung von Tigern. Doch trotz der langen Liste an Verstößen gelang es Sandlin im Jahr 2014,  eine Freistellung zu bekommen. Obgleich andere Tiere konfisziert wurden, blieb Tony in der Raststätte, wo er bis zu seinem Tod letzte Woche lebte.

 

Diese Neuigkeiten sorgten für Trauer bei den Tierschützern und allen anderen, die so sehr für Tony's Freilassung gekämpft hatten. Stephen Wells, der Vorsitzende der ALDF drückte sein Bedauern darüber aus, dass es ihm nicht gelungen war, Tony zu Lebzeiten zu retten:

 

Trotz aller Bemühungen lebte und starb er in seinem Käfig in der Raststätte, wo er nie das Leben hatte, das er verdiente. Tony's tragischer Tod zeigt, dass unser Rechtssystem die Ausbeutung von Tieren durch inkompetente und gleichgültige Menschen fördert.

 

Quelle: The Advocate

 

Selbst wenn Sandlin sich um Tony gekümmert hat, so sind Tiger doch keine Haustiere. Sie sind nicht dafür geschaffen, in kleinen lauten Käfigen zu leben, ganz egal wieviel Spielzeug man ihnen gibt. Tiger, die nicht in die Wildnis entlassen werden können, sollten zumindest in Sanktuarien leben können, wo sie von Spezialisten versorgt werden.

 

Wenn ihr diese Sanktuarien, wie beispielsweise das Big Cat Rescue durch eine Spende unterstützen möchtet, könnt ihr hier klicken.

 

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