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Diese panischen Kühe brechen aus einem Schlachthof aus und mischen die Innenstadt auf

Am 30. März entkamen im US-Staat Missouri sechs Kühe einem Schlachthof. Panisch rannten die Tiere ins Stadtinnere von Saint-Louis und eine stundenlange Verfolgungsjagd begann.

 

vaches-abattoir-saint-louis-6Quelle: St. Louis Post-Dispatch

 

Die Kühe hatten es geschafft, sich durch eine Tür des Schlachthofes nach draußen zu schleichen und verursachten daraufhin große Turbulenzen. Die Aufnahmen der Tiere mitten in der Stadt wurden auf mehreren amerikanischen Nachrichtensendern gezeigt.

 

 

Erst fünf Stunden nach ihrem Ausbruch gelang es, die Tiere mit der Unterstützung einer Tierschutzorganisation wieder einzufangen. Das junge Rind, das die die kleine Herde offenbar angeführt hatte, wurde auf den Namen "Chico" getauft.

 

vaches-abattoir-saint-louis-7Quelle: St. Louis Post-Dispatch

 

Daraufhin war es einige Tage nicht sicher, wie es mit den Tieren weitergehen würde. Sie wurden zunächst zum Schlachthof zurückgebracht, doch die Organisationen Farm Sanctuary und Skyland hatten ihren Wunsch geäußert, den Tieren eine zweite Chance im Leben zu geben.

 

Doch der Schlachthof machte sehr schnell deutlich, dass sie die Tiere nur für jeweils 1700 Euro abgeben würde. Diese Summe ist sogar höher als der durchschnittliche Marktpreis.

 

vaches-abattoir-saint-louis-1Quelle: St. Louis Post-Dispatch

 

Diese Forderung löste eine große Debatte unter Tierschützern aus. Viele waren der Meinung, dass mit der Zahlung der Summen die Fleischindustrie, "die jährlich fast 10 Milliarden Tieren das Leben kostet", nur weiter unterstützt werde.

 

"Die Massenzucht zu unterstützen wird nicht helfen", erklärte Farm Sanctuary. "Selbst wenn Tierschützer 20.000 Tiere jährlich retten könnten, wäre das nur 0,0002 Prozent aller getöteten Tiere."

 

vaches-abattoir-saint-louis-4Quelle: St. Louis Post-Dispatch

 

Da der Schlachthof nicht nachgeben wollte, wurde ein Spendenkonto eröffnet. Innerhalb kurzer Zeit gingen darauf mehr als 16.000 Euro ein. Am 3. April kündigten Tierschützer schließlich an, dass die Kühe allesamt in die Rettungsstation Gentle Barn animal sanctuary umziehen dürfen.

 

Das Geld reichte nicht nur aus, um die Tiere zu kaufen, sondern auch, um die Rettungsstation zu unterstützen.

 

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Am 4. April war es soweit und die Tiere zogen zu dem Ort, wo sie den Rest ihres Lebens verbringen werden. "Sie haben Angst. Sie haben sehr viel durchgebracht, aber ihre Zukunft wird umso besser", erklärte Jay Weiner, der Mitgründer der Rettungsstation.

 

Wenn ihr gerne erfahren möchtet, wie die sechs Tiere sich in ihrem neuen Zuhause einleben, könnt ihr der Rettungsstation hier auf Facebook folgen.

 

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