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Diese gutmütigen Bären werden Tag für Tag dazu gezwungen, mit Touristen Selfies zu machen

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Ende Oktober verbreitete sich im Internet ein Video, auf dem zu sehen war, wie Bären in der Touristen-Industrie ausgebeutete werden. Diese Szenen kennen Tierschützer weltweit leider nur zu gut.

 

Das Video, das von der Tierschutzorganisation Animals Asia geteilt wurde, zeigt zwei Malaienbären, eine Mutter und ihr Baby, die dazu gezwungen werden, sich auf eine Bank zu setzen, um dort mit Touristen Fotos zu machen, die für dieses Vergnügen teuer bezahlen. Marsha, das Baby versucht dabei, auszubrechen und wird immer wieder unsanft auf die Bank gehievt. Ajib, ihre Mutter ist etwas ruhiger. Leider ist es aber auch eine gängige Praxis, Tiere durch Drogen ruhig zu stellen, sodass die Menschen in Ruhe mit ihnen Fotos machen können.

 

Quelle: Scorpion Foundation

 

Das Video wurde von Marison Guciano, Untersuchungsleiter der Scorpio Foundation, einer Gruppe, die sich um die Überwachung des Handels mit Wildtieren kümmert. Er erzählte gegenüber The Dodo, dass die Bären strategisch gegenüber eines Pralinengeschäftes gesetzt worden seien, wo Touristen dann Geld zahlen, um bis zu zwanzig Minuten mit den Tieren zu spielen und Fotos zu machen:

 

Ich habe das Video selbst gemacht – dabei habe ich mich als Tourist verkleidet. Wie es schien, lebten Ajib, das Baby und ein dritter Bär  [ein Männchen, wahrscheinlich Marsha's Vater] in zwei Kisten – eine für Ajib und das Baby und die andere für den dritten Bären. 

 

Wenn Ajib und ihr Baby als Foto-Accessoires benutzt wurden, musste der dritte Bär den ganzen Tag in seiner Kiste bleiben […]  Er sah aus, als wolle er unbedingt dort raus. Es war so traurig.

 

 

Die drei werden vom Bali Elephant Camp gehalten. Dieses gehört zu einer Firma namens True Bai Life Experience. Ein kurzer Blick auf ihre Webseite reicht aus, um zu sehen, dass diese Firma auch andere "Erlebnispakete" anbietet, bei denen Tiere leiden müssen wie beispielsweise Elefantenreiten.

 

Laut David Neale, Direktor der Tierschutzorganisation Animal Asia ist dies keine Überraschung. Er sagt, dass Fotos mit Tieren in Südostasien eine weitverbreitete Touristenattraktion sind. Zwar fügt er hinzu, dass er in Guciano's Video keine direkte Tierquälerei gesehen hat, allerdings bedeute dies für die Tiere trotzdem eine enorme Belastung:

 

Es ist sehr traurig, dass die Tiere für diese Art von Unterhaltung missbraucht werden. Ich finde das was man auf dem Video sieht weniger besorgniserregend als das was wir nicht sehen – nämlich, dass den Tieren kaum eine Wahl gelassen wird und dass sie ihre Situation nicht kontrollieren können. Sie werden einfach dazu gezwungen, die Touristen zu unterhalten. 

 

Die heute 12 Jahre alte Ajib wurde in der Wildnis gefangen, als sie jünger war. Ihr Junges wurde jedoch in Gefangenheit geboren. Idealerweise hätten die beiden gerettet und in ein Sanktuarium gebracht werden müssen, doch Neale sagt, dass dies nicht realistisch ist, da die Sanktuarien in Indonesien bereits überfüllt sind mit anderen Tieren, die aus anderen unwürdigen Zuständen wie beispielsweise Gallenfarmen gerettet wurden.

 

Quelle: Scorpion Foundation

 

Allerdings hofft er, dass die Menschen sich darüber bewusst werden, wie sehr Tiere, die für solche "Attraktionen" genutzt werden leiden und dass dies dazu führt, dass Menschen dazu bereit sind, für diese Tiere zu spenden. Nur so können ihrer Unterdrückung ein Ende gesetzt und ihre Lebensbedingungen verbessert werden.

 

Natürlich ist das immer noch nicht die beste Lösung für diese Tiere, die sich in einer Umgebung, die ihrem natürlichen Lebensraum so nah wie möglich kommt, am Wohlsten fühlen. Doch so etwas ist sehr teuer und die Anzahl der benötigten Sanktuarien übersteigt bei weitem die Anzahl der aktuell existierenden Einrichtungen dieser Art.

 

 

Ihr könnt helfen, indem ihr an Organisationen wie die Scorpio Foundation oder die Animals Asia spendet. Ihr könnt auch diese Petition gegen Selfies mit Tieren unterschreiben.

 

Hier seht ihr das Video der Animal Asia:

 

Via: The Dodo

 

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Kirsty Wilkinson