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Diese 12 „gebotoxten“ Kamele wurden von einem Schönheitswettbewerb in Saudi-Arabien ausgeschlossen

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In Saudi-Arabien, genauer gesagt in Al Dahna, findet zurzeit der jährliche Schönheitswettbewerb für Kamele statt. Dieses Jahr wurden zwölf Kamele wegen Betrugs disqualifiziert, weil an ihnen chirurgische Eingriffe vorgenommen wurden. Und zwar injizierte man ihnen Botulinum-Toxin, besser bekannt als Botox.

 

Quelle: Fayez Nureldine / AFP

 

Während des Wettbewerbs, bei dem die Tiere auch ein Wettrennen laufen müssen, werden die Kamele vor allem nach ihren Höckern und ihren Lippen beurteilt.

 

Jedes Jahr nehmen fast 30.000 Kameliden teil. Die Preise für die Gewinner betragen über 46 Millionen Euro. Was braucht es mehr, um zu einer Teilnahme zu motivieren?

 

Die betroffenen Kamele hätten Botox verabreicht bekommen, um „ihrem Schmollmund mehr Form zu geben“, berichtete RTL Frankreich. Tatsächlich wurde ein Tierarzt während des Wettbewerbs dabei überrascht, den Kamelen die Injektionen zu verabreichen. Aber das war noch nicht alles. Er führte ebenfalls eine Operation an ihren Ohren durch, um diese zu verkleinern.

 

Ali al-Mazrouei, der Sohn eines Kamelzüchters berichtete der Regionalzeitung Sud Ouest:

 

 

Sie benutzten das Botox für den Mund, die Ober- und Unterlippe, die Nase und sogar für den Kiefer. Das lässt den Kopf anschwellen und wenn das Kamel ankommt, sagen alle: „Oh, schaut wie groß sein Kopf ist. Es hat so volle Lippen, eine große Nase.“ 

 

Aber diese barbarischen Techniken gehen noch weiter. Um den Wettbewerb zu gewinnen, schrecken einige Züchter nicht davor zurück, den ganzen Tag an den Lippen ihrer Kamele zu ziehen, um sie länger zu machen. Außerdem geben sie ihnen Hormone, um ihre Muskulatur zu verbessern.

 

Mohammed ben Salmane, der Kronprinz von Saudi-Arabien, äußerte sich in einem Bericht dazu:

 

Die Kontrolle des Betrugs und der Veränderung stellte sich als Erfolg heraus. […] Diese wird als Folter für die Kamele angesehen und fügt ihnen fürchterliche und unmenschliche Schmerzen zu. 

 

 

 

In Deutschland greift in ähnlichen Fällen das Tierschutzgesetz. Mutwillige Tierquäler können demnach zu bis zu drei Jahren Gefängnis und zu Geldstrafen verurteilt werden. Allerdings sind solche Urteile in der Realität leider selten.

 

Auf Avaaz.org wurde eine Petition gestartet, die härtere Strafen für Tierquäler verlangt und sich an den deutschen Justizminister richtet.

 

Wenn ihr sie unterschreiben möchtet, klickt hier.

 

 

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Emilie Blanc