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Die zwei letzten Tanzbären Nepals wurden von Tierschutzorganisationen befreit

In der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2017 retteten das Jane Goodall Institut Nepal und die Tierschutzorganisation World Animal Protection die zwei letzten Tanzbären in Nepal. Rangila, ein19 Jahre alter Bär sowie Sridevi, eine 17 Jahre alte Bärendame wurden mithilfe der Polizei gerettet. Sie schienen schwere psychische Schäden davon getragen zu haben.

Eine "schreckliche" und "grausame" Tradition

 

Bei den Tanzbären handelt es sich um eine Tradition, bei der die Tiere dazu gezwungen werden, zu tanzen und das Publikum zu unterhalten. Um ihnen Herr zu werden, wird den Bären wenn sie noch jung sind ein Nasenloch gestochen, durch das dann eine Strick gezogen wird, um die Tiere so besser kontrollieren zu können.

 

ours dansants népalQuelle: World Animal Protection

 

Die Löcher sind so groß und die Seile so dick, dass, selbst wenn man sie herauszieht, die Wunden wohl nie vollständig verheilen werden.

 

Die Bären werden mithilfe eines Bestrafungssystems dressiert. Wenn sie nicht gehorchen, werden sie bestraft – dies kann so weit gehen, dass die Bären auf glühenden Kohlen laufen müssen. Außerdem sind die Besitzer der Bären oft sehr arm und daher bekommen diese oft nicht genug Futter.

 

Mary Hutton, Gründerin der australischen Organisation Free The Bears beschreibt die Tradtitionen der Tanzbären als ein "schreckliches und grausames Geschäft". Wenn Bären in Gefangenschaft gehalten werden, kann das schwere Folgen haben. Rangila und Sridevi kauerten oft in der Ecke, liefen im Käfig auf und ab oder leckten sich die Pfoten ab, um sich abzulenken.

 

Fast 600 Tanzbären gerettet

 

ours brunQuelle: World Animal Protection

 

Zwar stammt diese Tradition aus Nepal, sie verbreitete sich allerdings schnell in anderen Ländern wie Indien, Griechenland oder der Türkei. Durch die Organisation Free the Bears beispielsweise konnten innerhalb von 15 Jahren circa 600 Bären gerettet werden. World Animal Protection gelang es sogar, diese Praxis in anderen Ländern komplett abzuschaffen.

 

Es dauerte fast ein Jahr, bis Rangila und Sridevi befreit werden konnten. Wie Manoj Gautam vom Institut Jane Goodall der australischen Seite ABC gegenüber berichtete, war die Hilfe der Polizei hierfür unerlässlich:

 

Nach einem Jahr Arbeit und mithilfe unserer Ermittlungen, konnten wir mit Unterstützung der Polizei durch unsere Anstrengungen und Entschlossenheit diesen illegalen Machenschaften in Nepal endlich ein Ende setzen.

 

Weitere Bedrohungen für die Bären in Asien

 

Quelle: World Animal Protection

 

Zwar konnten die Tanzbären in Nepal gerettet werden, allerdings werden in Asien immer noch zahlreiche Bären misshandelt. Auf so genannten Gallenfarmen werden aktuell noch circa 22 000 Bären ausgebeutet, andere fallen Wilderern zum Opfer. Außerdem wird ihr natürlicher Lebensraum durch den Menschen bedroht.

 

Diese Tiere sind leider nicht die einzigen, die leiden, wie Neil D'Cruze, Experte für Wilde Tiere bei der Organisation World Animal Protection erkläert:

 

Es ist wirklich traurig zu sehen, wie wilde Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum entrissen werden. Leider ist es so, dass auf der ganzen Welt noch zahlreiche Tiere leiden müssen, um Touristen zu unterhalten.

 


 

Die Gallenentnahme bei Bären wird bereits seit Jahrzehnten durchgeführt und ist für die Tiere sehr schmerzhaft. Hierdurch entstehen irreparabele Schäden, vor Allem an der Gallenblase.

 

In China und Vietnam werden nach wie vor Gallenfarmen betrieben, weil die Bewohner nicht auf die Heilkraft der Bärengalle verzichten wollen.Diese seit Jahrzehnten angewandte Praxis ist extrem schmerzhaft für den Bärenkörper; gerade die Gallenblase trägt meist Langzeitschäden davon. Das Geschäft mit der Bärengalle bringt mit einem Verkaufspreis von bis zu 400 Dollar für 100 ml jedes Jahr mehrere Millionen Dollar in Asien ein.

 

Animals Asia gehört zu den bahnbrechenden Organisationen, die diesem Kommerz ein Ende setzen wollen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1998 hat sie schon mehr als 600 Tiere gerettet. Um diese Arbeit zu unterstützen, könnt ihr hier klicken.

 

Via : ABc

 

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